Zu gefährlich: ARD-Sportreporter Seppelt reist nicht an WM
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Zu gefährlichARD-Sportreporter Seppelt reist nicht an WM

Seit seinen Recherchen zum Doping-System gilt Hajo Seppelt in Russland als Staatsfeind. Deutsche Nachrichtendienste rieten ihm von einem Besuch an der WM ab.

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chi
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Eine Expertengruppe kam zum Schluss, dass das Risiko für Hajo Seppelt in Russland zu gross ist.

Eine Expertengruppe kam zum Schluss, dass das Risiko für Hajo Seppelt in Russland zu gross ist.

Jens Wolf
Nach einem Gespräch mit dem deutschen Aussenminister Heiko Maas wurde entschieden, Seppelt nicht an die WM in Russland reisen zu lassen.

Nach einem Gespräch mit dem deutschen Aussenminister Heiko Maas wurde entschieden, Seppelt nicht an die WM in Russland reisen zu lassen.

epa/Clemens Bilan
Der 55-jährige Sportjournalist der ARD hatte das russische Doping-System aufgedeckt.

Der 55-jährige Sportjournalist der ARD hatte das russische Doping-System aufgedeckt.

Keystone/Jean-christophe Bott

Deutsche Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste haben dem ARD-Sportjournalisten Hajo Seppelt davon abgeraten, an die WM nach Russland zu fahren. Eine Expertengruppe sei zum Schluss gekommen, dass für den 55-Jährigen ein «unberechenbares Risiko» bestehe, berichtet die «Tagesschau». Die Entscheidung sei nach einem Gespräch mit dem deutschen Aussenminister Heiko Maas gefallen.

Seppelt gilt in Russland als Staatsfeind, seit er mit seinen Recherchen wesentlich zur Aufklärung des systematischen Sportbetrugs in dem Land beigetragen hat. Im Mai war ihm das Visum für die WM verweigert worden. Diese Entscheidung war –auch auf internationalen Druck – von Russland wieder zurückgenommen worden. (chi/sda)

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