Hitzige Sendung: Sandro Brotz kontert Behauptung von enttäuschter Afghanin
Aktualisiert

Hitzige SendungSandro Brotz kontert Behauptung von enttäuschter Afghanin

Shakila Ansari äusserte sich in der Arena enttäuscht darüber, dass Moderator Sandro Brotz ein Versprechen nicht gehalten hat. Brotz ist anderer Meinung.  

von
Bettina Zanni

Darum gehts

Geht es nach Arena-Gast Shakila Ansari, brach Arena-Moderator Sandro Brotz sein Versprechen. «Ich war enttäuscht, dass Herr Brotz nicht einhielt, was er vor der Kamera angekündigt hatte», behauptete sie am Sonntag in einem Interview mit 20 Minuten. Leider sei im Arena-Studio nach der Sendung nicht weiter diskutiert worden. «Die Gäste assen und tranken noch etwas. Mich fragte niemand etwas.»

Am Montag konterte Sandro Brotz die Behauptung. «Wir bedauern, dass bei Frau Ansari dieser Eindruck entstanden ist. Es kam sowohl nach der Sendung zu konkreten Gesprächen unter den Gästen als auch meinerseits zu Kontakten über das Wochenende mit ihr. Gerne bin ich bereit, diesen Austausch weiterzuführen.»

Heftig hatte die 18-jährige Afghanin in der SRF-Arena unter dem Titel «Gleiche Rechte für alle Geflüchteten?» am Freitag kritisiert, dass etwa Geflüchtete aus Afghanistan im Gegensatz zu jenen aus der Ukraine keinen Schutzstatus S erhalten. Um die Sendung rechtzeitig beenden zu können, musste Brotz ihr das Wort abschneiden. Vor laufender Kamera vertröstete er sie: «Wir bleiben nachher noch zusammen in diesem Raum und sprechen das hier noch miteinander aus. Ich verspreche Ihnen das.»

«Wollte nicht über emotionales Thema sprechen»

Konfrontiert mit Sandro Brotz’ Reaktion relativiert Shakila Ansari ihre Behauptung. Nach der Sendung habe es einen Apéro mit Austauschmöglichkeit gegeben, bestätigt sie. «Eventuell dachte ich, dass in diesem Rahmen weiter diskutiert und besprochen wird.» Sandro Brotz habe ihr die Möglichkeit gegeben, in der Sendung die Stimme zu erheben. «Eventuell gehört es nicht zu seiner Aufgabe, während des Apéros auch zu moderieren.»

Bereits hitzig ging es in der Arena zu und her, als Adrian Schoop, Gemeindeammann von Turgi (AG), Ansari riet, bei den Hürden im Zusammenhang mit dem F-Status Durchhaltewillen zu zeigen. Die Afghanin sagte am Sonntag, sie habe diese Aussage als «frech» empfunden. Beim Apéro habe sie das Thema mit dem FDP-Gemeindeammann ausdiskutieren wollen, sagt Ansari. «Er sagte mir aber, dass es ein emotionales Thema für ihn sei und er während des Apéros nicht weiter sprechen könne.»

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