Arm-ab-Mutter kommt in die Psychiatrie
Aktualisiert

Arm-ab-Mutter kommt in die Psychiatrie

Die Frau, die ihrer zehn Monate alten Tochter beide Arme abgeschnitten hat, muss sich nicht wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Die Geschworenen eines Gerichts in McKinney im US-Staat Texas befanden die 36-Jährige am Montag für nicht verhandlungsfähig. Sie sollte bereits am Dienstag in eine Nervenklinik eingeliefert werden. Sollte sich der Zustand der Frau wieder bessern, könnte sie später jedoch wieder vor Gericht gestellt werden.

Die 36 Jahre alte dreifache Mutter hatte im November ihrer kleinen Tochter mit einem Messer beide Arme abgeschnitten. Das Kind verblutete. Bei der Frau wurde später eine manische Depression diagnostiziert. Nach Aussage des vom Gericht bestimmten Psychiaters hat sich ihr Zustand in den vergangenen Wochen weiter verschlechtert. Es bestehe Suizidgefahr.

Bereits einige Monate vor der Tat war gegen die Mutter wegen Vernachlässigung ihrer Kinder ermittelt worden, wie Behörden mitgeteilt hatten. Es habe aber keine Anzeichen auf Gewalt in der Familie gegeben. Die beiden anderen Kinder, zwei sechs und neun Jahre alte Mädchen, hätten immer gesund und fröhlich gewirkt. Nachbarn zufolge war die Täterin eine aufmerksame, liebevolle Mutter.

Während der Tat waren die beiden älteren Töchter bei ihrem Vater. Dieser bat schliesslich die Mitarbeiter einer Kindertagesstätte, sich nach seiner Frau und dem Kind zu erkundigen. Nach einem Gespräch mit der Mutter informierten diese die Notrufzentrale, die ebenfalls mit der Frau telefonierte. «Ich habe ihr die Arme abgeschnitten», sagte die Mutter auf die Frage, ob in der Wohnung etwas passiert sei. (dapd)

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