29.03.2020 05:00

CoronavirusArmee bleibt hart, RS geht weiter

Trotz Petition und Corona-Fällen in der Armee sieht die Führung keinen Bedarf, die Rekrutenschule zu stoppen.

von
roy
1 / 7
In der Rekrutenschule (RS) wurde der Ausgang gestrichen. Der Unmut bei den betroffenen Armeeangehörigen wächst.

In der Rekrutenschule (RS) wurde der Ausgang gestrichen. Der Unmut bei den betroffenen Armeeangehörigen wächst.

Keystone/Christian Beutler
In einer Online-Petition fordern 8000 Menschen einen Abbruch der RS, um Ansteckungen zu vermeiden.

In einer Online-Petition fordern 8000 Menschen einen Abbruch der RS, um Ansteckungen zu vermeiden.

Keystone/urs Flueeler
Zahlreiche Rekruten haben die Petition bereits unterschrieben und sie beschreiben, die für sie unhaltbaren Bedingungen. «Wir schlafen zu zehnt in einem Zimmer. Der Mindestabstand von zwei Metern wird beim Duschen, Essen, Schlafen und beim Fahren in den Fahrzeug nicht eingehalten.»

Zahlreiche Rekruten haben die Petition bereits unterschrieben und sie beschreiben, die für sie unhaltbaren Bedingungen. «Wir schlafen zu zehnt in einem Zimmer. Der Mindestabstand von zwei Metern wird beim Duschen, Essen, Schlafen und beim Fahren in den Fahrzeug nicht eingehalten.»

Keystone/Christian Beutler

Die Rekruten rebellieren, weil sie nicht nach Hause können und es in der Armee zu 100 Corona-Fällen gekommen ist, 700 Soldaten sind in Quarantäne. Sie fordern in einer Petition, dass die Rekrutenschulen geschlossen werden. Dafür hat die Militärführung aber kein Gehör.

«Die Armee steht im Auftrag des Bundesrates im Einsatz für Land und Leute. Es braucht uns im Gesundheitswesen, aber auch im Sicherheitsbereich dringend», sagt Brigadier Raynald Droz, Stabschef des Kommando Operationen, gegenüber der «SonntagsZeitung».

Gewisse Ausbildungen eingestellt

Diese Leistungen müsse das Militär auch in den kommenden Monaten sicherstellen können. «Wir werden wir die Rekrutenschulen wenn immer möglich weiterführen. Auch die RS im Sommer wird stattfinden», kündigt Droz an.

Reagiert hat die Armee indessen auf die Lücken bei der Beschaffung des Schutzmaterials für die Soldaten: «Wir haben im Moment gewisse Ausbildungen eingestellt, die nicht mit Covid-19 zusammenhängen», so der Brigadier.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.