Nach Kabul-Einsatz - Armee-Chef Thomas Süssli posiert mit geheimer Elitetruppe AAD 10
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Nach Kabul-EinsatzArmee-Chef Thomas Süssli posiert mit geheimer Elitetruppe AAD 10

Es wurde viel Geheimniskrämerei um die Schweizer Elitetruppe AAD 10 gemacht. Nun veröffentlicht ausgerechnet der Armee-Chef persönlich ein Bild der Truppe.

von
Florian Osterwalder
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Der Armee-Chef Thomas Süssli (nicht maskiert) posiert mit der Eliteeinheit AAD 10.

Der Armee-Chef Thomas Süssli (nicht maskiert) posiert mit der Eliteeinheit AAD 10.

Twitter/Thomas Suessli
Sechs Mitglieder des Armee-Aufklärungsdetachements 10 reisten nach Afghanistan, um Schweizer Staatsangehörige, die dort festsassen, nach Hause zu holen. 

Sechs Mitglieder des Armee-Aufklärungsdetachements 10 reisten nach Afghanistan, um Schweizer Staatsangehörige, die dort festsassen, nach Hause zu holen.

Screenshot vtg.admin.ch
Die Spezialeinheit der Schweiz traf am 18. August in Kabul ein. 

Die Spezialeinheit der Schweiz traf am 18. August in Kabul ein.

Screenshot vtg.admin.ch

Darum gehts

  • Die Schweizer Elitetruppe AAD 10 hatte einen Auslandeinsatz in Kabul.

  • Über die Spezialeinheit ist wenig bis fast nichts bekannt.

  • Laut dem Bundesrat war es ein unbewaffneter Einsatz in Afghanistan.

Es wurde viel über den Einsatz der Elitetruppe AAD 10 in Afghanistan geschrieben, doch es wurde noch mehr Geheimniskrämerei darüber betrieben. Man weiss wenig über unsere Spezialeinheit. Anonymität der Soldaten wird grossgeschrieben. Auch sonst dringen nicht viele Informationen über die Elitetruppe an die Öffentlichkeit.

Umso mehr verwundert es nun, dass ausgerechnet der Armee-Chef persönlich ein Gruppenfoto von sich und der Truppe auf Twitter veröffentlichte. «Danke, AAD 10», schreibt er dazu und garnierte den Tweet mit zwei Hashtags: #imeinsatzwoesunsbraucht und #teamarmee.

Die Soldaten sind zwar alle maskiert, trotzdem gab es bisher kein vergleichbares Foto der Truppe. Speziell dabei: Angeblich hatte der Bundesrat einen unbewaffneten Einsatz der Elitetruppe beschlossen. Auf dem Foto sind die Soldaten aber schwer bewaffnet.

Auf Auslandsmissionen spezialisiert

Im Einsatz in Kabul waren sechs Mitglieder des AAD 10. Sie waren vor rund zwei Wochen in Kabul und sorgten dafür, dass die rund 30 Schweizer Staatsangehörigen, die dort festsassen, heil nach Hause kehrten. Zudem sollten die Elitesoldaten 38 einheimische Mitarbeitende der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mit ihren Familien aus dem Land bringen. Insgesamt 280 Menschenleben lagen in ihren Händen.

Wem die Soldaten unterstellt sind, welche Waffen sie benutzen, darüber herrscht absolutes Stillschweigen. Auf der Website der AAD-10 erfährt man nur, dass die Kandidaten, – wenn sie die Bewerbungsbedingungen erfüllen, – einen 52-wöchigen unerbittlichen Trainingsplan absolvieren müssen. Das AAD 10 ist auf Einsätze im Ausland ausgerichtet, insbesondere um Schweizerinnen und Schweizer aus Krisengebieten zu retten oder aus Geiselhaft zu befreien.

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