Aktualisiert 07.10.2016 10:28

Weiach ZHArmee-Heli und Grenzer klären 17 Delikte auf

In der Nacht auf heute Freitag war ein Super Puma der Schweizer Armee an der deutschen Grenze im Einsatz. 17 Delikte flogen auf.

von
kün
Der Super Puma der Schweizer Luftwaffe war im Einsatz, um mit dem Grenzwachkorps und der deutschen Bundespolizei eine sogenannte Sprungfahndung durchzuführen.

Der Super Puma der Schweizer Luftwaffe war im Einsatz, um mit dem Grenzwachkorps und der deutschen Bundespolizei eine sogenannte Sprungfahndung durchzuführen.

Keystone/Laurent Gillieron

Leser-Reporter S.* bemerkte in der Nacht auf Freitag einen über Weiach ZH kreisenden Helikopter: «Er drehte gut 40 Minuten lang sowohl über Weiach als auch kurz über dem deutschen Gebiet seine Runden.» Zudem hätten Polizeibeamte das Auto seiner Freundin zur Kontrolle angehalten. «Es war, als ob sie jemanden suchten.»

Die Kommunikation der Schweizer Luftwaffe bestätigt den Einsatz. Beim nächtlichen Helikopterflug über Weiach habe es sich um einen Einsatz zugunsten des Grenzwachtkorps GWK gehandelt.

«Es sind 17 Delikte festgestellt worden»

David Marquis, Sprecher der Eidgenössischen Zollverwaltung, kennt die Details: «Der Super Puma der Schweizer Luftwaffe war im Einsatz, um mit der deutschen Bundespolizei eine sogenannte Sprungfahndung durchzuführen.» Dabei seien Grenzwächter und Bundespolizisten mit Helikoptern zu Kontrollstellen geflogen worden. «In der vergangenen Nacht konnten so 17 Delikte festgestellt werden.» Weitere Informationen könnten aus einsatztaktischen Gründen nicht gegeben werden, so Marquis.

Das Grenzwachtkorps setzt seit 1966 Helikopter der Schweizer Luftwaffe ein. Pro Jahr werden rund 230 Einsätze geflogen, was ungefähr 675 Flugstunden entspricht.

* Voller Name der Redaktion bekannt.

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