ETH-Studie: Armee ist bei 18- bis 29-Jährigen so populär wie nie
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ETH-StudieArmee ist bei 18- bis 29-Jährigen so populär wie nie

79 Prozent der jungen Erwachsenen erachten die Schweizer Armee als notwendig. Damit erreicht das Image der Armee bei dieser Altersgruppe einen neuen Höchststand.

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pam
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Die Studie «Sicherheit 2018» untersucht die Einstellungen der Schweizer Bevölkerung zur Armee. Die Erhebung zeigt: Noch nie erachteten mehr 18- bis 29-Jährige die Armee als notwendig.

Die Studie «Sicherheit 2018» untersucht die Einstellungen der Schweizer Bevölkerung zur Armee. Die Erhebung zeigt: Noch nie erachteten mehr 18- bis 29-Jährige die Armee als notwendig.

Keystone/Gaetan Bally
Auch insgesamt ist die Zustimmung zur Armee mit 81 Prozent hoch.

Auch insgesamt ist die Zustimmung zur Armee mit 81 Prozent hoch.

Studie Sicherheit 2018
Dass die Armee unbestritten ist, zeigt sich zudem dadurch, dass 49 Prozent aller Befragten die Verteidigungsausgaben von 5 Milliarden Franken pro Jahr als «gerade richtig» empfinden, 12 Prozent finden gar, es seien zu wenig Gelder vorhanden.

Dass die Armee unbestritten ist, zeigt sich zudem dadurch, dass 49 Prozent aller Befragten die Verteidigungsausgaben von 5 Milliarden Franken pro Jahr als «gerade richtig» empfinden, 12 Prozent finden gar, es seien zu wenig Gelder vorhanden.

Studie Sicherheit 2018

Die Schweizer Armee geniesst in der Bevölkerung hohen Rückhalt: Laut der neuen Ausgabe der Studie «Sicherheit 2018» halten 81 Prozent der Befragten die Armee für «unbedingt notwendig» oder «eher notwendig». Im Vergleich zu den Daten, die die Militärakademie MILAK an der ETH Zürich im letzten Jahr erhoben hat, ist die Zustimmung zur Armee besonders bei den 18- bis 29-Jährigen gestiegen.

Die Zahl jener in dieser Altersgruppe, die die Armee als notwendig erachten, ist um 10 Prozent auf den neuen Rekordwert von 79 Prozent gestiegen. «Diese Altersgruppe war bis anhin gegenuber der Schweizer Armee kritischer eingestellt als die älteren Generationen. Dies ändert sich 2018 zum ersten Mal», halten die Studienautoren fest.

Verteidigungsbudget wird als «gerade richtig» beurteilt

Dass die Armee unbestritten ist, zeigt sich zudem dadurch, dass 49 Prozent aller Befragten die Verteidigungsausgaben von 5 Milliarden Franken pro Jahr als «gerade richtig» empfinden, 12 Prozent finden gar, es seien zu wenig Gelder vorhanden. Und drei Viertel stimmen der Aussage zu, die Schweiz solle eine sehr gut ausgebildete Armee unterhalten. Trotzdem: Die Zufriedenheit mit der Leistung der Armee ist im Vergleich zum Vorjahr auf einer Skala von 1 bis 10 auf den Wert 6,3 gesunken.

Erstmals wurde dieses Jahr in der Studie gefragt, ob der obligatorische Orientierungstag bei der Rekrutierung auch für die Frauen gelten solle. Heute ist für sie der Besuch freiwillig. Eingebracht wurde diese Idee von Verteidigungsminister Guy Parmelin sowie von einer Expertengruppe, die sich mit der Weiterentwicklung der Dienstpflicht befasste.

In der kommenden Frühlingssession wird das Parlament darüber beraten. Die Umfrage zeigt nun: 63 Prozent der Befragten waren «sehr» oder «eher» einverstanden damit, dass der Orientierungstag auch für Frauen obligatorisch sein sollte. Als Gründe wurden «gleiche Rechte und Pflichten» sowie die Beteiligung an der Sicherheit angegeben.

Kampf gegen Linksextremismus soll verstärkt werden

Eine Verschiebung zum Vorjahr gab es bei der Bekämpfung des Terrorismus. Während weiterhin 89 Prozent finden, der Terrorismus müsse allgemein stärker als bisher bekämpft werden, befürworten dieses Jahr deutlich mehr, den Linksextremismus härter anzugehen, nämlich 68 Prozent (Vorjahr: 64 Prozent). Der Kampf gegen die linke Gewalt hat damit noch nie so hohe Zustimmung gefunden. Im Vergleich halten die Stimmbürger jedoch weiterhin den Rechtsextremismus, bei dem 80 Prozent finden, er müsse stärker bekämpft werden, für eine grössere Gefahr.

Sind Sie jung und ein Fan der Schweizer Armee? Erzählen Sie uns, warum Sie die Armee als nötig erachten und warum sie allenfalls Ihre negative Meinung zur Armee geändert haben.

Sind Sie jung und ein Fan der Schweizer Armee? Erzählen Sie uns, warum Sie die Armee als nötig erachten und warum sie allenfalls Ihre negative Meinung zur Armee geändert haben.

Methodik der Studie

Für die Studie «Sicherheit 2018» wurden zwischen dem 4. und 30. Januar 1209 Schweizer Stimmbürger telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ, da die Stichprobenauswahl nach Alter, Geschlecht und Region mit die Verteilungen mit der Bevölkerungsstruktur übereinstimmen.

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