Sri Lanka: Armee tötet Dutzende Zivilisten
Aktualisiert

Sri LankaArmee tötet Dutzende Zivilisten

Bei Artilleriebeschuss durch die Armee im Nordosten Sri Lankas sind nach Angaben der Tamilen- Rebellen mindestens 28 Zivilisten getötet worden. 60 weitere Zivilisten wurden laute den Angaben verletzt.

Bereits am Donnerstag seien 44 Zivilisten bei Artilleriebeschuss der Armee ums Leben gekommen, berichtete der Internetdienst Tamilnet unter Berufung auf die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE). Eine unabhängige Bestätigung der Angaben gab es nicht.

Die Regierung wirft der LTTE vor, die Zivilisten im Kampfgebiet als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse forderte die LTTE auf, rund 250 000 eingekesselte Zivilisten binnen 48 Stunden aus dem Kampfgebiet ziehen zu lassen.

Rebellen unter Druck

Die zunehmend in Bedrängnis geratene LTTE forderte am Freitag einen Waffenstillstand und Verhandlungen. Die Rebellen sind im Distrikt Mullaitivu an der Nordostküste von der Armee eingekesselt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums setzte die Armee ihren Vormarsch auf das letzte verbleibende LTTE-Gebiet unterdessen fort.

Die Marine versenkte nach Militärangaben vor der Nordostküste der Insel ein mit Sprengstoff beladenes Boot der Tamilen-Rebellen. Damit habe die Marine einen Selbstmordanschlag auf sri lankische Blockadeschiffe verhindert, hiess es.

Angaben zu Opfern machte das Ministerium nicht. Mit mehreren Blockaderingen auf See will die Marine den Nachschub von Waffen für die Rebellen und die Flucht von LTTE-Kadern verhindern.

(sda)

Deine Meinung