Aktualisiert 16.06.2019 07:33

«Diversity Swiss Army»

Armee will Transmenschen rekrutieren

Die Schweizer Armee hat kürzlich die Dienststelle «Diversity Swiss Army» geschaffen. Dadurch erhalten Transmenschen neu die Möglichkeit, der Armee beizutreten.

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Obwohl ein Reglement bei Transsexualität nach wie vor eine Untauglichkeit für Militär und Zivilschutz vorsieht, möchte die Armee Transmenschen die Türen offen halten.

Obwohl ein Reglement bei Transsexualität nach wie vor eine Untauglichkeit für Militär und Zivilschutz vorsieht, möchte die Armee Transmenschen die Türen offen halten.

Keystone/Christian Beutler
Die Schweizer Armee hat deshalb die Dienststelle «Diversity Swiss Army» geschaffen. (Symbolbild)

Die Schweizer Armee hat deshalb die Dienststelle «Diversity Swiss Army» geschaffen. (Symbolbild)

Keystone/Christian Beutler
Das neue Büro beschäftigt sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität von Armeeangehörigen. (Symbolbild)

Das neue Büro beschäftigt sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität von Armeeangehörigen. (Symbolbild)

Keystone/Marcel Bieri

Die Schweizer Armee will auch Transmenschen rekrutieren. Sie hat dafür kürzlich die Dienststelle «Diversity Swiss Army» geschaffen, wie die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» berichten. Als Transgender werden Menschen bezeichnet, die sich nicht – oder nicht nur – mit dem Geschlecht identifizieren, das bei ihrer Geburt notiert wurde.

Das neue Büro beschäftigt sich mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität von Armeeangehörigen. Es arbeitet mit dem Rekrutierungskommando, dem medizinischen Dienst und den Juristen der Streitkräfte zusammen.

18 Transsexualität-Diagnosen pro Jahr

Obwohl ein Reglement bei Transsexualität nach wie vor eine Untauglichkeit für Militär und Zivilschutz vorsehe, wolle die Armee Transmenschen die Türen offen halten, heisst es im Bericht. Attestiere ein Facharzt einem Stellungspflichtigen Stressresistenz und Unterordnungsfähigkeit, stehe der Aufnahme einer transsexuellen Person in die Armee nichts entgegen.

Jährlich ist die Armee mit durchschnittlich 18 Transsexualität-Diagnosen konfrontiert. Bei der traditionellen Rekrutenbefragung werden ab 2020 die 50'000 stellungspflichtigen Männer sowie 3000 Frauen zudem Auskunft über ihr gefühltes Geschlecht geben. Neben Mann und Frau kann in der breit angelegten Befragung künftig auch «andere» als Geschlecht angekreuzt werden. (sda)

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