Armee XXI: Zu viele Unteroffiziers-Anwärter

Aktualisiert

Armee XXI: Zu viele Unteroffiziers-Anwärter

Die Überhänge wegen dem Übergang von der Armee 95 zur Armee XXI haben dazu geführt, dass zu viele Leute den Vorschlag für die Ausbildung zum Feldweibel oder Fourier erhielten.

Ein Teil von ihnen hat nun in dem im Mai beginnenden Lehrgang keinen Platz.

Insgesamt seien 137 angehende Feldweibel und 72 angehende Fouriere nach Sitten für den ersten Lehrgang der Armee XXI für höhere Unteroffiziere (Uof) aufgeboten worden, sagte Daniel Reist von der Kommunikation Heer am Dienstag zu einem «Blick»-Artikel. Platz habe die Schule aber nur für 160 Leute.

Die Armeespitze habe deshalb sämtliche Anwärter angeschrieben und ihnen die Auswahl zwischen vier Optionen angeboten: die Schule wie geplant im Mai absolvieren, die zweite solche Schule im August besuchen, die Ausbildung erst im Jahr 2005 absolvieren, oder sich grundsätzlich bereit erklären, auf die Uof-Karriere zu verzichten.

Keiner muss nach Hause

Heraus kam, dass 80 angehende Feldweibel und 53 angehende Fouriere den im Mai beginnenden Lehrgang besuchen. «Alle, die wollten, können mitmachen», sagte Reist. «Es wird niemand nach Hause geschickt.»

Die Auswertung der übrigen Optionen werde erst in den nächsten Wochen stattfinden, sagte Reist. Er könne deshalb auch noch keine Auskunft darüber geben, wie viele der betreffenden jungen Leute lieber «einfache Soldaten» bleiben möchten und den Verzicht auf eine Absolvierung der Ausbildung zum höheren Uof anmeldeten.

Kein Problem von PISA

Mit dem Personalinformationssystem der Armee (PISA), das bis Ende 2003 nicht optimal funktionierte, habe aber die Überzahl an Aufgeboten nichts zu tun. «In diesem Zusammenhang funktioniert PISA einwandfrei», sagte der Heeressprecher. In dem System werden alle notwendigen Daten der Wehrpflichtigen erfasst.

Letzte Woche waren wegen den Überhängen von der Armee 95 zu viele Rekruten in die Rekrutenschulen eingerückt. Niemand wurde nach Hause geschickt, die Armee hatte zusätzliche Unterkünfte bereitgestellt. Gemäss Felix Endrich, Stellvertretender Infochef Verteidigung, haben auch diese Überhänge nichts mit PISA zu tun. (sda)

Deine Meinung