Fiktive Demo: Armeeübung entsetzt Klimaaktivisten
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Fiktive DemoArmeeübung entsetzt Klimaaktivisten

Die Armee inszenierte eine Klima-Demo mit gewaltbereiten und verletzten Teilnehmern. Klima-Streik Schweiz verurteilt die Übung aufs Schärfste.

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bz
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Aufs Schärfste verurteilten sie die zunehmende Kriminalisierung durch den Nachrichtendienst des Bundes und das Militär friedlicher Klima-Aktivist*innen, die von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit und Protest Gebrauch machten, so die Aktivisten von Klima-Streik Schweiz.

Aufs Schärfste verurteilten sie die zunehmende Kriminalisierung durch den Nachrichtendienst des Bundes und das Militär friedlicher Klima-Aktivist*innen, die von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit und Protest Gebrauch machten, so die Aktivisten von Klima-Streik Schweiz.

climatestrike.ch
In einem fiktiven Szenario führte Brigadier Guy Vallat am 27. Januar mit den Soldaten der Sanitätskompanie 6 die Übung «Nostro Clima» durch. Nur zehn Tage zuvor hatte die Klimajugend mit Greta Thunberg das 1-Jahr-Jubiläum der Klimastreiks gefeiert. Die Demo mit mehreren tausend Schülern verlief friedlich.

In einem fiktiven Szenario führte Brigadier Guy Vallat am 27. Januar mit den Soldaten der Sanitätskompanie 6 die Übung «Nostro Clima» durch. Nur zehn Tage zuvor hatte die Klimajugend mit Greta Thunberg das 1-Jahr-Jubiläum der Klimastreiks gefeiert. Die Demo mit mehreren tausend Schülern verlief friedlich.

Keystone/Gabriel Monnet
Greta demonstrierte am Freitag in Lausanne.

Greta demonstrierte am Freitag in Lausanne.

Jean-christophe Bott

100 gewaltbereite Aktivisten agieren an einer Klimademonstration mit 600 Personen in Lausanne «unorganisiert», «unvorhersehbar» und «in kleinen Gruppen». Eine «Strassenschlacht im Raum Lausanne» ist die Folge. Demonstranten verloren Finger, als sie gegen Absperrgitter gequetscht wurden. Andere erlitten Prellungen von den Schlagstöcken der Polizei.

Soldaten im Wiederholungskurs mussten die Behörden unterstützen, weil die «spontanen Ausschreitungen» der gewaltbereiten Hundertschaft die zivilen Behörden überforderten.

Überforderte Behörden

Die Darstellungen stammen aus einem fiktiven Szenario von Brigadier Guy Vallat. Am 27. Januar führte er mit den Soldaten der Sanitätskompanie 6 die Übung «Nostro Clima» durch.

Die Soldaten sollten nun verhindern, dass die Verletzten aus den verfeindeten Lagern aneinandergeraten. Nur zehn Tage zuvor hatte die Klimajugend mit Greta Thunberg in Lausanne das 1-Jahr-Jubiläum der Klimastreiks gefeiert. Die Demo mit mehreren tausend Schülern verlief friedlich.

Militär kriminalisiere friedliche Aktivisten

CH-Media hatte am Freitag über die Übung berichtet. Darauf zeigten sich Aktivisten vom Klima-Streik in einer gemeinsam formulierten Stellungnahme «entsetzt» über die Armeeübung, wie die «Schweiz am Wochenende» schreibt.

Aufs Schärfste verurteilten sie die zunehmende Kriminalisierung friedlicher Klima-Aktivist*innen, die von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit und Protest Gebrauch machten, durch den Nachrichtendienst des Bundes und das Militär, so die Aktivisten von Klima-Streik Schweiz.

Auch die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee kritisierte die Übung auf Twitter als «völlig absurd». Die Armee versichert laut der Zeitung, sie habe nicht über die Umweltschützer urteilen wollen.

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