Berg Karabach: Armenien und Aserbaidschan wollen Streit beilegen
Aktualisiert

Berg KarabachArmenien und Aserbaidschan wollen Streit beilegen

Die Präsidenten von Russland, Armenien und Aserbaidschan haben nach dem jüngsten Kaukasuskrieg eine friedliche Lösung des Konflikts um die Region Berg-Karabach vereinbart.

Eine entsprechende Erklärung zur Beruhigung der Lage im Südkaukasus unterzeichneten die Staatschefs am Sonntag in Moskau. Nach dem August-Krieg um die von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien verpflichteten sich die Seiten, sich bei der Lösung dieses Konflikts an internationales Recht zu halten.

Steigende Militärausgaben Aserbaidschans

Russland beobachtet die steigenden Militärausgaben in dem ölreichen Kaukasusstaat Aserbaidschan mit zunehmender Sorge. Der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew hatte die Erhöhung seines Militäretats mehrfach damit begründet, er wolle wieder die territoriale Einheit seines Landes herstellen.

Bei dem Treffen mit Medwedew einigten sich Alijew und der armenische Präsident Sersch Sargsjan darauf, über ihre Aussenministerien den direkten politischen Dialog zur Lösung ihres Territorialstreits zu verstärken.

Die hauptsächlich von Armeniern bewohnte Enklave auf aserbaidschanischem Territorium war während des Zerfalls der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre Schauplatz eines blutigen Konfliktes.

Berg-Karabach erklärte sich von der Regierung in Baku unabhängig, in dem folgenden Krieg starben fast 30 000 Menschen. Seit der Waffenruhe 1994 steht das strittige Gebiet unter armenischer Kontrolle. In der Region gibt es dennoch immer wieder Auseinandersetzungen zwischen armenischen und aserbaidschanischen Sicherheitskräften.

(sda)

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