STIRLING: Armstrong: Fluch oder Segen?
Aktualisiert

STIRLINGArmstrong: Fluch oder Segen?

Keine Frage: Lance Armstrong bringt Quoten und lockt die Massen an. Über 100  000 Zuschauer verfolgten am Sonntag in Adelaide sein Comeback.

Seither wird an der Tour Down under mehr über den Amerikaner gesprochen als über den Leader (derzeit ist das der Australier Allan Davis). Überall wird Armstrong noch von einem lokalen Politiker empfangen oder für ein spezielles Fotosujet benötigt. Die Rückkehr des 37-jährigen Texaners tut dem in der ­Krise steckenden Radsport in finanzieller Hinsicht gut. Ob er ihm dabei aber hilft, die dringend benötigte Glaubwürdigkeit zurückzuerlangen, ist äus­serst fraglich. Zu stark sind die Dopingverdachte gegen den siebenfachen Sieger der Tour de France. Aber dies nehmen die Veranstalter in Kauf. Sie sind froh um jede Publizität. Armstrong soll in Australien eine Million Dollar Antrittsgage erhalten haben. Auch in Paris steht das Geschäft im Vordergrund und ist Armstrong im Sommer an der Tour willkommen. Bei der zweiten Etappe in Down under wurde der Astana-Fahrer gestern übrigens 45. mit 13 Sekunden Rückstand auf Sieger Davis.

pbt

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