Doping-Prozess: Armstrong kommt unter die Räder
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Doping-ProzessArmstrong kommt unter die Räder

Die Dopingschlinge um Lance Armstrongs Hals zieht sich weiter zu. Nun hat ein weiterer Ex-Kollege schwere Vorwürfe gegen den siebenfachen Tour-de-France-Gewinner erhoben.

von
heg
Wird Lance Armstrong nie mehr Lachen können? (Bild: Reuters)

Wird Lance Armstrong nie mehr Lachen können? (Bild: Reuters)

Die Nutzung von leistungssteigernden Mitteln im früheren Armstrong-Team US Postal sei weit verbreitet gewesen. Dies sagte ein Radprofi in einem Telefon-Interview mit den staatlichen Untersuchungsbehörden, berichtet die «New York Times». Der Name des Fahrers wurde jedoch nicht genannt. Armstrong habe von den Dopingpraktiken gewusst und diese unterstützt, so der Profi weiter.

Nach Floyd Landis hat nun also ein zweiter ehemaliger Teamkollege von Armstrong Dopingpraktiken beim früheren Tour-Dominator bekräftigt. Landis hatte den ganzen Fall im Mai mit seinen Aussagen ins Rollen gebracht. Armstrong bestritt bisher alle Anschuldigungen.

Ermittlungen gehen weiter

Chef-Fahnder Jeff Novitzky wird noch mehrere ehemalige und aktive Radprofis zu den Vorwürfen anhören. Dies passiert zum Teil auch vor der Grand Jury in San Francisco. Ziel des hartnäckigen Ermittlers ist es, Armstrong die Doping-Praktiken nachzuweisen. Novitzky machte sich 2003 im Dopingskandal um das Balco-Labor einen Namen. Die Leichtathletin Marion Jones brachte er wegen Meineids ein halbes Jahr ins Gefängnis.

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