Aktualisiert 10.04.2014 13:13

Neue FaktenArmstrong nannte Namen seiner Doping-Helfer

Lance Armstrong soll weitere Eingeständnisse zu seiner Doping-Vergangenheit gemacht haben. Der gefallene Radstar prangerte drei ehemalige Weggefährten an.

Lance Armstrong soll unter Eid ausgepackt haben und weit über sein TV-Doping-Geständnis von Januar 2013 hinausgegangen sein. In einem von der Acceptance-Versicherung angestrengten Schadensersatz-Prozess am 12. November vergangenen Jahres habe der ehemalige Tour-de-France-Seriensieger Namen seiner Doping-Helfer genannt. Darüber berichtet die Zeitung «USA Today».

Armstrong soll beim Prozess die Namen der Hintermänner aus seinem Doping-Universum preisgegeben haben. Gemäss der Zeitung habe er seinen langjährigen Mentor Johan Bruyneel, den gesperrten italienischen Mediziner Michele Ferrari und seine frühere Masseurin Emma O'Reilly erwähnt. Laut Armstrong habe Bruyneel «beim Einsatz von Dopingmitteln teilgenommen oder assistiert». Dieser streitet eine Mittäterschaft ab.

Bei der Verhandlung ging es um die Rückzahlung erhaltener Prämien für Armstrongs Toursiege zwischen 1999 und 2001 in Höhe von drei Millionen Dollar, wobei sich die beiden Parteien aussergerichtlich geeinigt haben. Das schriftliche Geständnis von Armstrong hätte eigentlich nicht publik werden sollen, doch hatte es ein Anwalt von dessen Ex-Teamkollegen Floyd Landis in einem Whistleblower-Prozess eingebracht.

Wohl keine Begnadigung

Trotz seiner Aussagen kann Armstrong nicht darauf hoffen, wieder an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen. Darauf hat UCI-Präsident Brian Cookson bereits hingewiesen. Zuständig sei allein die USADA, die Armstrong im Vorjahr verurteilt und vergeblich auf Kooperation gewartet hatte.

Armstrong blieb bei seinem Geständnis dabei, in seinen Comeback-Jahren 2009 und 2010 «clean» unterwegs gewesen zu sein. Ausserdem habe er erklärt, «niemandem Geld geboten zu haben», um Doping-Praktiken geheim zu halten. Dem 42-Jährigen waren sämtliche Toursiege von 1999 bis 2005 aberkannt worden. (si)

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