Aktualisiert 19.10.2012 20:29

Deadline gesetztArmstrong-Urteil kommt am Montag

Das Warten hat schon bald ein Ende: Am Montag will die UCI Stellung nehmen zum Bericht der US-Antidoping-Agentur und seine Sanktionen bekanntgeben.

Der Entscheid über die Sanktionen gegen Lance Armstrong fällt der Weltverband am Montag in Genf. Die UCI wird befinden, ob die sieben Tour-de-France-Titel des Texaners aberkannt werden. Präsident Pat McQuaid wird sich zum Bericht der US-Antidoping-Agentur äussern.

Die US-Antidoping-Agentur USADA hatte in ihrem erschütternden Bericht die Dopingpraktiken des gefallenen amerikanischen Radstars dargestellt und an die UCI weiter geleitet. Darin werden dem Texaner und einiger seiner Weggefährten unter anderem der regelmässige Missbrauch sowie der Handel mit Dopingmitteln vorgeworfen. Die UCI hatte bis Ende Oktober Zeit, die Unterlagen zu prüfen und über die Aberkennung von Armstrongs Erfolgen bei der Frankreich-Rundfahrt und weiteren Sanktionen zu entscheiden.

Werden alle Siege gestrichen?

Bereits Ende August hatte die USADA eine lebenslange Sperre für Armstrong ausgesprochen und beantragt, dass alle Ergebnisse des Texaners seit dem 1. August 1998 inklusive seiner sieben Tour-Siege gestrichen werden sollen. Die Titel kann allerdings nur die UCI offiziell aberkennen. Die Tour-Organisatoren hatten bekannt gegeben, im Falle einer Disqualifikation Armstrongs dessen Siege bei der Frankreich-Rundfahrt (1999-2005) nicht neu zu vergeben.

Der Weltverband war im Zuge der Ermittlungen der Dopingjäger aus den USA selbst massiv unter Druck geraten. Er soll am skandalösen Doping-System um Armstrong direkt beteiligt gewesen und von positiven Dopingproben des inzwischen 41-Jährigen gewusst haben. Besonders UCI-Ehrenpräsident Hein Verbruggen stand in der Kritik. (si)

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