Vorwürfe aus Villarreal: Arrogante Bayern? «Wenn man spuckt, fällt es manchmal auf einen selbst»
Publiziert

Vorwürfe aus VillarrealArrogante Bayern? «Wenn man spuckt, fällt es manchmal auf einen selbst»

Das Lob für den spanischen Club Villarreal über den Einzug ins Champions-League-Halbfinal ist gross. Die Spanier stichelten nach dem Spiel aber auch gegen die vermeintliche Arroganz der Bayern gegenüber ihrem Team.

Dieser Treffer besiegelte das Bayern-Aus in der diesjährigen Champions League.

SRF

Darum gehts

Villarreal schreibt munter weiter an seinen Geschichtsbüchern in dieser Saison. Nachdem der amtierende Europa-League-Sieger bereits Juventus Turin aus der Champions League geworfen hatte, erwischte es nun Titelfavorit Bayern München am Dienstagabend.

Die Presse ist einen Tag nach dem Halbfinal-Einzug voll des Lobes: «Villarreal ist entschlossen, den europäischen Fussball auf den Kopf zu stellen», schreibt etwa «Sport». «Villarreal verblüfft Europa erneut», titelt der englische «Daily Mirror».  Der italienische «Corriere dello Sport» schreibt: «Villarreals Heldentat: Der FC Bayern ist raus! Villarreal hat Geschichte geschrieben und steht nach 16 Jahren wieder im Halbfinale der Champions League.»

Die Schadenfreude bei den Fussballfans ist gross. In den sozialen Medien kursiert etwa ein Video des clubeigenen Bayern München TV, in dem Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidžić herzhaft lacht, nachdem sein Team den vermeintlich schwächsten Gegner Villarreal zugelost bekommen hat und der Moderator dies mit «es ist schon ein machbares Los» kommentiert hatte.

«Die Kommentare drumherum dienten als Motivation»

Auch weitere Verantwortliche wie etwa Trainer Julian Nagelsmann sagten vor den beiden Duellen: «Ich glaube, in allererster Linie sollten wir natürlich den Anspruch haben, da weiterzukommen. Es hätte vom Namen her sicher härtere Lose geben können.» Allerdings sagte der Deutsche auch, dass man den nötigen Respekt vor dem Gegner habe.

Dennoch sorgten diese Aussagen in Spanien offensichtlich für Aufregung, wie sich am Dienstag nach dem Weiterkommen zeigte. Mittelfeldspieler Dani Parejo stichelte nach dem Spiel: «Der Trainer, den ich nicht kenne, hat Villarreal und den Fussball, den Verein, ein bisschen verspottet, als er sagte, er wolle das Weiterkommen schon im Hinspiel klarmachen.»

Sie hätten das als Mangel an Respekt eingestuft. Und sagt dann: «Wenn man spuckt, fällt es manchmal auf einen selbst.» Parejos Teamkollege Gerard Moreno äusserte sich ähnlich. «Im Hinspiel haben wir den Fehler gemacht, nicht höher zu gewinnen. All die Kommentare drumherum dienten als Motivation.»

(wed)

Deine Meinung

16 Kommentare