Liverpool zu Gast: Arsenal erwartet endlich wieder ein echter Test
Aktualisiert

Liverpool zu GastArsenal erwartet endlich wieder ein echter Test

Trainer Unai Emery sieht das Spitzenspiel gegen Liverpool als Prüfung für sein Team.

von
Nicola Salgado
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Den FC Arsenal (hier Mkhitaryan, Welbeck, Guendouzi und Xhaka (v.l.) beim Jubel über ein Tor) erwartet am Samstag eine harte Prüfung. Nach den beiden ersten verlorenen Saisonspielen gegen zwei Spitzenteams, gegen Manchester City und Chelsea, hoffen die Gunners auf einen Sieg, um ihre wettbewerbsübergreifende Ungeschlagenheit auf 14 Spiele zu erhöhen.

Den FC Arsenal (hier Mkhitaryan, Welbeck, Guendouzi und Xhaka (v.l.) beim Jubel über ein Tor) erwartet am Samstag eine harte Prüfung. Nach den beiden ersten verlorenen Saisonspielen gegen zwei Spitzenteams, gegen Manchester City und Chelsea, hoffen die Gunners auf einen Sieg, um ihre wettbewerbsübergreifende Ungeschlagenheit auf 14 Spiele zu erhöhen.

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Gegner ist der in der Liga seit zehn Spielen ungeschlagene FC Liverpool. Die Liverpooler (v.l. Mané, Salah, Shaqiri und Alberto Moreno) haben schon mehrfach bewiesen, dass sie auch gegen grosse Gegner gute Leistungen abrufen können, unter anderem im Duell gegen Manchester City (0:0).

Gegner ist der in der Liga seit zehn Spielen ungeschlagene FC Liverpool. Die Liverpooler (v.l. Mané, Salah, Shaqiri und Alberto Moreno) haben schon mehrfach bewiesen, dass sie auch gegen grosse Gegner gute Leistungen abrufen können, unter anderem im Duell gegen Manchester City (0:0).

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Unai Emery, Trainer der Mannschaft aus London, sieht den Kracher als Prüfung für seine Spieler. Er betonte am Freitag an einer Pressekonferenz, dass er grossen Respekt vor....

Unai Emery, Trainer der Mannschaft aus London, sieht den Kracher als Prüfung für seine Spieler. Er betonte am Freitag an einer Pressekonferenz, dass er grossen Respekt vor....

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Es wird ein Gradmesser für den FC Arsenal, der dritte grosse Gegner nach der Ära Wenger. Seit den beiden Niederlagen gegen Manchester City und Chelsea in der ersten respektive zweiten Runde der aktuellen Premier-League-Saison, haben die Londoner in 13 Partien nicht mehr verloren. Nun wartet am Samstag das in den letzten Spielzeiten immer konstanter auftretende Ensemble des FC Liverpool, momentan an zweiter Stelle in der Liga und letztjähriger Champions-League-Finalist (gegen Real Madrid).

Unai Emery sagte während der Pressekonferenz am Freitag: «Es ist ein Test, weil wir gegen Liverpool spielen, eine Mannschaft, die wir respektieren, unter anderem weil sie ein gutes Beispiel für uns sind, ein Beispiel, wie man sich richtig entwickeln kann.»

Für das Team des Spaniers ist diese Begegnung von grösserer Bedeutung als für die Spieler von Jürgen Klopp, denn im Falle einer Niederlage der Londoner könnten Tottenham (gegen Wolverhampton) und Bournemouth (gegen Manchester United) profitieren und in der Tabelle vorbeiziehen. Mit einem Sieg würden die Gunners den vierten Tabellenplatz halten und gegebenenfalls bei einer Niederlage des Stadtrivalen Chelsea (gegen Crystal Palace) hinter sich lassen und auf den dritten Platz vorstossen. Auch ist das Spiel ein Test für die Neuzugänge aus der letzten Transferperiode.

In dieser hat sich Arsenal mit Lucas Torreira (22), Bernd Leno (26), Sokratis (30), Mattéo Guendouzi (18) und Stephan Lichtsteiner (34) vor allem in der Defensive verstärkt. Von diesen erwartet man nun, dass sie, zusammen mit den anderen Teamkollegen, die Verteidigung so weit stabilisieren und die Offensive unterstützen, dass der Londoner Traditionsclub die Saison in den Top 4 beenden kann, was gleichbedeutend mit der Champions-League-Qualifikation wäre.

Doch da ist ja noch der Gegner, ein Schwergewicht im englischen Fussball.

Liverpool hat diese Saison in der Liga noch keine Niederlage einstecken müssen. Zudem haben die Reds 20 Tore geschossen. Und nur deren vier kassiert, was hinter Manchester City der zweitbeste Wert der Liga darstellt. Dagegen steht die Tordifferenz der Londoner bei 24:13. Von den 24 Toren hat Pierre-Emerick Aubameyang sieben geschossen, zusammen mit Chelseas Eden Hazard führt er die Torschützenliste an. Der 28-Jährige scheint seine Leistungsdaten auf das letztjährige Niveau bringen zu wollen, als er wettbewerbsübergreifend in 38 Spielen 31 Mal traf. Die Verteidigung der Gunners hat etwa gleich viele Tore zugelassen wie letzte Saison zum selben Zeitpunkt. Und dies ohne den Leistungsträger Laurent Koscielny, welcher bis im Dezember 2018 mit einem Achillessehnenriss ausfällt.

«Ich will eine grosse Geschichte erschaffen»

Während der Pressekonferenz am Freitag wurde der 46-jährige Emery gefragt, ob dies nun «Emerys Arsenal sei oder immer noch die Erbschaft von Arsène Wenger». Der Spanier antwortete: «Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke es ist wichtig, dass wir jeden Tag besser werden. Bevor ich kam, hatte die Mannschaft schon sehr viel Positives an sich und das, was er (Wenger, Anm. der Redaktion) hinterlassen hat, möchte ich nun auch weiterführen. Und dann möchte ich auch meine Ideen und meinen Stil einbringen.»

Zudem wolle man eine neue Zukunft herstellen, aber man sei erst am Anfang und brauche noch sehr viel Zeit, um Dinge zu verbessern. Emery sagte zum Schluss, was er im Spiel gegen Liverpool von seinem Team erwartet: «Wir wollen am Samstag jedem Fan unsere Mentalität, unsere Ideen und unsere Leistung zeigen, dies gegen einen wirklich grossen und starken Gegner. Ich denke wir sind in einem Prozess, dessen Ziel eine neue Geschichte ist. Ich will eine grosse Geschichte erschaffen».

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