US-Gesundheitsreform:: Arzt behandelt keine Obama-Fans

Aktualisiert

US-Gesundheitsreform:Arzt behandelt keine Obama-Fans

«Wenn Sie Obama gewählt haben, suchen Sie sich bitte anderswo urologischen Rat», steht an der Praxistür des Urologen Jack Cassell.

Aus Protest gegen die Gesundheitseform in den USA will ein Urologe in Florida auf die Behandlung von Anhängern von US-Präsident Barack Obama verzichten. Dies berichtete die Lokalzeitung «Orlando Sentinel».

Auf Nachfrage der Zeitung sagte der Arzt: «Ich werde niemanden abweisen, das wäre unmoralisch.» Wenn Patienten allerdings das Schild läsen und kehrtmachten, «dann ist mir das recht», sagte er.

Riskantes Verhalten

Experten bezeichneten das Verhalten des Arztes als riskant: Es komme einer Verletzung der ärzlichen Standesregeln nahe, sagte William Allen, Professor für medizinische Ethik an der University of Florida.

Ärzte in den USA dürfen Patienten nicht aus ethnischen, geschlechtlichen, sexuellen oder religiösen Gründen abweisen; politische Gründe werden in den Standesregeln allerdings nicht eindeutig erwähnt.

Die Ende März vom US-Kongress beschlossene Gesundheitsreform spaltet die USA; Konservative fürchten hohe Kosten und eine unangemessene Erweiterung staatlicher Vollmachten.

(sda)

Deine Meinung