Aktualisiert 17.01.2019 08:05

Überarztung in BernArzt sollte 3 Millionen Franken zurückzahlen

Das Bundesgericht hob ein Urteil gegen einen Mediziner auf, der Millionen an Krankenkassen zurückzahlen sollte. Das Gericht in Bern muss erneut über die Bücher.

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Das Bundesgericht hat ein Urteil aus dem Kanton Bern aufgehoben, wonach ein Arzt den Krankenversicherungen rund 3 Millionen Franken wegen Überarztung zurückzahlen sollte.

Das Bundesgericht hat ein Urteil aus dem Kanton Bern aufgehoben, wonach ein Arzt den Krankenversicherungen rund 3 Millionen Franken wegen Überarztung zurückzahlen sollte.

Keystone/Christian Brun
So hatte das Schiedsgericht den betroffenen Arzt mit anderen Allgemeinpraktikern im Kanton Bern verglichen.

So hatte das Schiedsgericht den betroffenen Arzt mit anderen Allgemeinpraktikern im Kanton Bern verglichen.

Gabriele Putzu/Symbolbild
Nur zweitrangig floss in die Vergleichsrechnung ein, dass der Arzt die Erlaubnis zur Führung einer Apotheke hat. Der Fall geht nun zurück ans Schiedsgericht, das die korrekten Zahlen für die umstrittenen Jahre 2013 bis 2015 herausfinden muss.

Nur zweitrangig floss in die Vergleichsrechnung ein, dass der Arzt die Erlaubnis zur Führung einer Apotheke hat. Der Fall geht nun zurück ans Schiedsgericht, das die korrekten Zahlen für die umstrittenen Jahre 2013 bis 2015 herausfinden muss.

Keystone/Helmut Fohringer/Symbolbild

Das Bundesgericht hat ein Urteil aus dem Kanton Bern aufgehoben, wonach ein Arzt den Krankenversicherungen rund 3 Millionen Franken wegen Überarztung zurückzahlen sollte. Der Arzt verrechnete den Patienten viel zu hohe Tarife. Das Schiedsgericht hatte aber eine falsche Vergleichsgruppe gewählt.

So hatte das Schiedsgericht den betroffenen Arzt mit anderen Allgemeinpraktikern im Kanton Bern verglichen. Nur zweitrangig floss in die Vergleichsrechnung ein, dass der Arzt die Erlaubnis zur Führung einer Apotheke hat.

Dies gilt jedoch als sogenanntes Praxismerkmal. Die Ausgaben des Arztes müssen deshalb mit Fachärzten für Innere Medizin verglichen werden, die ebenfalls eine solche Bewilligung haben, wie das Bundesgericht in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil entschieden hat.

Der Fall geht nun zurück ans Schiedsgericht, das die korrekten Zahlen für die umstrittenen Jahre 2013 bis 2015 herausfinden muss. (sda)

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