Aktualisiert 06.06.2005 19:02

Asbestfund: Globus beklagt 450 000 Fr Umsatzeinbusse

Alarm im Globus Zürich: Bauarbeiter stiessen auf asbesthaltiges
Material. Die Filiale Bahnhofstrasse blieb gestern geschlossen – was ihr
eine Umsatzeinbusse von 450000 Franken bescherte.

Am Samstagabend, kurz vor 20 Uhr, stiessen Bauarbeiter auf asbesthaltiges Isolationsmaterial. Umgehend wurde eine Asbestsanierungsfirma sowie das Amt für Umwelt und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ) aufgeboten. Das Globus-Gebäude aus dem Jahre 1967 ist bereits in den 90er-Jahren hinsichtlich Asbest totalsaniert worden und gilt laut UGZ seit Februar 2001 als asbestfrei.

«Die Messungen haben aber gezeigt, dass die Grenzwerte im Sanierungsbereich überschritten wurden», sagt Globus-Sprecher Ernst Pfenninger. Da Asbest Lungenkrankheiten hervorrufen könne, habe die Geschäftsleitung beschlossen, das Warenhaus am Montag präventiv zu schliessen. «Für unsere Kunden und Mitarbeiter hat zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden», versichert Pfenninger. Durch die Schliessung entging Globus gestern ein Umsatz in der Höhe von etwa 450 000 Franken. Geschäftsführerin Janneke de Bruijn will die Globus-Filiale schnell wieder öffnen – über den Zeitpunkt wird heute entschieden. Häuser mit Asbestrückständen sind in Zürich keine Seltenheit. Früher wurde Asbest als Brandschutzmaterial vorgeschrieben.

Romina Lenzlinger

Kein Asbest in anderen Läden

Nachdem im Globus an der Zürcher Bahnhofstrasse asbesthaltiges Isolationsmaterial gefunden wurde, wollte 20 Minuten wissen, wie es diesbezüglich in den umliegenden Warenhäusern der Stadt aussieht: «Der Coop St. Annahof ist im 2002/2003 umgebaut worden», erklärt Geschäftsführerin Christine Hofstetter. «Inzwischen wissen wir, dass alles in Ordnung ist.»

Auch die Manor-Filiale in der City wurde laut Geschäftsführer Thomas Bretscher erst kürzlich saniert: «Wir müssen nichts befürchten.» Von Jelmoli war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

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