Aktualisiert 24.02.2014 17:00

Heimlicher Abschied

Asche von Freestylerin in Halfpipe verstreut

Die Freestyle-Skifahrerin Sarah Burke starb 2012 nach einem schweren Sturz. Ihr Trainer und ihr Ehemann gedachten der Kanadierin in Sotschi auf eine ganz besondere Art und Weise.

von
bte

Das Unglück von Sarah Burke nahm am 10. Januar 2012 seinen Lauf. Beim Training stürzte die Freestyle-Skifahrerin schwer und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Die zugezogenen Verletzungen waren dermassen schwer, dass die Kanadierin neun Tage später im Alter von nur 29 Jahren im Krankenhaus von Salt Lake City verstarb. Ihr Ehemann Rory Bushfield sowie Trainer Trennon Paynter gedachten Burke in Sotschi auf eine ganz spezielle Art, wie Bild.de berichtet.

Sie verstreuten die Asche der Verstorbenen in der Halfpipe, auf dem Berg in Krasnaja Poljana sowie im olympischen Dorf. Das Olympische Komitee wusste nichts von der Aktion. Dies war wohl auch besser so, da das IOC sie wohl ohnehin verboten hätte. Einige Freestyler hatten geplant, mit Aufklebern auf ihren Helmen ihrer verstorbenen Kollegin zu gedenken, doch das IOC liess nicht mit sich reden.

Burke war Halfpipe-Pionierin

«Ich und ihr Mann Rory, einer meiner engsten Freunde, diskutierten schon vor einiger Zeit, ob wir Sarah hierherbringen sollen. Wir beschlossen, ihre Asche nach Sotschi zu bringen und rund um die Veranstaltung zu verteilen. Auch in der Halfpipe, wenn wir es durchziehen könnten», erklärt Trainer Paynter gegenüber Canada.com.

Auf dem Gebiet der Halfpipe war Burke eine Pionierin und 2005 die erste Weltmeisterin in dieser Disziplin. In Gedanken an seinen Schützling drehte Paynter in Sotschi ein paar Runden auf der Olympiaschanze. «Am ersten Trainingstag trug ich sie bei mir und drehte ein paar Runden. Ich weiss, dass sich Sarah gewünscht hat, hier auf der Olympiaschanze zu sein. Das hat sie nun bekommen – und es fühlt sich gut an», so der Kanadier.

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