Börse: Aschewolke drückt auf Kuoni-Aktie
Aktualisiert

BörseAschewolke drückt auf Kuoni-Aktie

Diverse Aktientitel leiden unter den Folgen des Vulkanausbruch in Island besonders stark.

Die grosse Aschewolke über Europa habe sich auf die allgemeine Stimmung an den Aktienbörsen zwar noch nicht allzu stark negativ ausgewirkt; für einzelne reisenahe Titel sei die Tatsache, dass praktisch alle Flugzeuge in Europa am Boden stehen, aber natürlich gar keine gute Nachricht, heisst es am Montag in Handelskreisen.

Deutlich unter Druck standen im frühen Geschäft die Aktien des Reisekonzerns Kuoni mit einem Minus von 4,9 Prozent auf 393.00 Franken.

Die Aktien des Duty-Free-Läden-Betreibers Dufry büssten derweil 4,6 Prozent auf 89.20 Fr. ein, die Papiere der mehrheitlich im Airline-Catering tätigen Gategroup verloren 3,3 Prozent auf 37.05 Franken. Flughafen Zürich büssten 3,5 Prozent (oder 13 Franken) auf 360 Fr. ein, wobei dieser Titel Ex-Dividende (7.50 Franken) gehandelt wird.

Flugausfälle drücken Luftfahrt-Titel

Die anhaltenden Flugausfälle drücken weiter auf die Aktienkurse der europäischen Luftfahrtunternehmen. Anleger trennten sich am Montag zuhauf von diesen Titeln, weil sie hohe finanzielle Einbussen der Fluggesellschaften befürchten.

Der europäische Branchenindex für Transport und Logistik gab um 1,9 Prozent nach und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Händler zitierten aus einer Studie der UBS , die die täglichen Umsatzverluste der sechs grossen europäischen Fluggesellschaften Easyjet, Ryanair, British Airways, Iberia, Air France KLM und Lufthansa auf zusammen bis zu 140 Mio. Euro schätzt.

Für die Fluggesellschaften kämen die Ausfälle infolge der Aschewolke aus Island zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da sie noch mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu kämpfen hätten. Hinzu komme, dass keine Airline gegen eine derartige Belastung versichert sei, zitierten die Börsianer weiter aus der Studie.

Nach Schätzung der UBS-Analysten dürften Billigflieger weniger stark betroffen sein als die grossen Fluggesellschaften. Die Kursverluste der Airlines lagen am Mittag zwischen 3,5 und 4,5 Prozent. Die Aktien des Autovermieters Sixt waren dagegen gefragt mit einem Plus von 4,7 Prozent.

(sda)

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