Aktualisiert 05.06.2014 09:59

Hotellerie

Asiaten retten die Schweizer Wintersaison

Insgesamt haben die Schweizer Hotels von November bis April über 15 Millionen Übernachtungen verbucht. Insbesondere Touristen aus dem Ausland retteten die Wintersaison.

Chinesische Touristen auf dem Cliff Walk.

Chinesische Touristen auf dem Cliff Walk.

Die Wintersaison ist für die Hotellerie doch weniger schlecht ausgefallen als zunächst befürchtet: Die massiven Einbrüche im Februar konnten vor allem mit den guten Übernachtungszahlen im April kompensiert werden.

Insgesamt haben die Hotels von November bis April 15,6 Mio. Übernachtungen verbucht, wie das Bundesamt für Statistik BFS am Donnerstag mitteilte. Das sind 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Zum Anstieg trugen insbesondere die ausländischen Gäste bei, die mit 8,4 Millionen Logiernächten ein Wachstum von 1,6 Prozent verbuchten. Die inländische Nachfrage stieg dagegen mit 0,2 Prozent (auf 7,2 Millionen Logiernächte) nur leicht.

Weniger Touristen in Zürich und Bern

9 der 13 Tourismusregionen konnten vom leichten Wachstum profitieren, allen voran Genf (+4,5 Prozent). Rückgänge verbuchten hingegen die Regionen Zürich (-0,6 Prozent) und Bern (-2 Prozent).

Der Winter war vor allem bei asiatischen Gästen beliebt. Auf ihr Konto geht ein Plus von 126'000 Einheiten oder 12,1 Prozent. China weist mit einem Plus von 46'000 Übernachtungen (+17,4 Prozent) das absolut stärkste Wachstum aller Herkunftsländer aus. Deutlich weniger Logiernächte verbuchten dagegen die Gästen aus Deutschland. Die Statistik zeigt einen Rückgang von 59'000 Übernachtungen oder 2,8 Prozent.

5,6 Millionen Logiernächte in März und April

Vor allem der April war für die Wintersaison ein wichtiger Monat, denn das Osterwochenende fiel in diesen Zeitraum. So stiegen die Logiernächte im April um 3,3 Prozent auf 2,4 Millionen. Damit konnte der Februar etwas kompensiert werden, als die Übernachtungszahlen um fast vier Prozent einbrachen.

Für einen aussagekräftigen Vergleich des Monats April mit dem Vorjahr muss man aber Ostern wegdenken, denn im Vorjahr lagen diese Feiertage im März. Betrachtet man die Monate März und April zusammen, wurden 5,6 Millionen Logiernächte registriert. Das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (März und April 2013). (sda)

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