Börse: Asien-Börsen trotz Citi-Paket tiefer
Aktualisiert

BörseAsien-Börsen trotz Citi-Paket tiefer

Die asiatischen Märkte haben zum Wochenstart trotz der staatlichen Rettung der US-Grossbank Citigroup schwächer geschlossen. Die weiterhin düsteren Konjunkturaussichten machten den Anlegern zu schaffen.

Bankentitel standen auf den Verkaufslisten der Anleger ein weiteres Mal ganz oben, darunter die südkoreanische KB Financial Group mit einem Abschlag von rund 9 Prozent. Für die europäischen Börsen sagten Analysten nach dem milliardenschweren Citigroup-Plan einen ausgesprochen positiven Handelsstart voraus.

Die Börse in Südkorea ging mit einem Minus von rund 3,4 Prozent aus dem Handel. Auch der chinesische Leitindex verlor zeitweise 3 Prozent. Die Märkte in Singapur, Hongkong und Taiwan notierten ebenfalls schwächer. Die Börsen in Tokio waren am Montag wegen eines Feiertags geschlossen.

Erleichterung nur von kurzer Dauer

Der Einstieg der US-Regierung mit 20 Mrd. Dollar bei der Citigroup löste in Fernost nur kurzfristig Erleichterung aus. Das US-Finanzministerium und die Einlagensicherung FDIC stellen zudem Bürgschaften für Anlagen im Umfang von bis zu 306 Mrd. Dollar bereit.

Auch die südkoreanische Notenbank pumpt mehr Liquidität in die gelähmten Kreditmärkte und wirft dafür die Geldpresse an. Sie bringt die Hälfte des geplanten Regierungsfonds im Umfang von umgerechnet 5,3 Mrd. Euro für angeschlagene Unternehmen auf, die keine Kredite mehr bekommen. Die Nachricht stoppte die Verluste des Seouler Leitindex Kospi aber nicht.

Euro stärker - Öl teurer

Der Euro legte im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem Dollar leicht zu. Auch der Yen verteuerte sich etwas. Allerdings war das Handelsvolumen wegen des Feiertags in Japan deutlich geringer. Ein Euro wurde mit 1.2671 Dollar bewertet nach 1.2586 Dollar am Freitag im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 95.36 Yen gehandelt nach 95.85 Yen in den USA.

Der Ölpreis zog gleichfalls etwas an. Dazu trugen auch Meldungen bei, die Opec könnte eine Reduzierung der Ölfördermenge noch in dieser Woche beschliessen. Ein Fass US-Leichtöl verteuerte sich um 0,7 Prozent und notierte bei 50.62 Dollar. (sda)

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