Asien schuld an Treibhausgasen
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Asien schuld an Treibhausgasen

Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre hat ein neues Rekordniveau erreicht. Als Hauptgrund dafür sehen norwegische Forscher vor allem die rapide Industrialisierung in Asien.

Die Konzentration von Kohlendioxid habe 390 Teilchen pro Millionen (ppm) nach 388 ppm im Jahr davor erreicht, sagte Kim Holm vom Norwegischen Polarinstitut am Freitag. «Wir haben einen neuen Höchststand», sagte der Institutsdirektor.

Zu Beginn der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert hatte die Konzentration von Treibhausgasen bei 270 ppm gelegen. «Am meisten nimmt der Schadstoffausstoss in den asiatischen Volkswirtschaften zu und dort vor allem in China», sagte Holmen.

Die Volksrepublik eröffnet im Durchschnitt jede Woche ein neues Kohlekraftwerk, das im Gegensatz zu Atomkraftwerken oder regenerativen Energiequellen viel Kohlendioxid freisetzt.

Die aktuellen Daten der norwegischen Forscher zeigen, dass die Luftverschmutzung durch Kohlendioxid derzeit so hoch ist wie seit mindestens 650 000 Jahren nicht mehr. Hauptursache des Schadstoffausstosses ist die Verbrennung fossiler Stoffe durch die Menschen in Fabriken, Autos und Heizungen.

Die UNO und andere Institutionen warnen, die dadurch verursachte Erderwärmung bewirke einen globalen Klimawandel und führe dadurch zu Sturmfluten und Dürreperioden.

(sda)

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