Asiens Börsen auf Talfahrt
Aktualisiert

Asiens Börsen auf Talfahrt

Die Börsen in Asien sind heute mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. Sie markierten damit ihre schlechtesten Quartalsergebnisse seit mehr als fünf Jahren. Die Börse in Tokio erlitt am letzten Tag des Geschäftsjahres schwere Verluste.

Angesichts der Sorge über die wirtschaftliche Entwicklung in Japan und den USA sackte der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Montag um 2,30 Prozent auf 12 525,54 Punkte. Der breit gefasste TOPIX gab um 2,48 Prozent auf den Stand von 1212,96 Punkten nach.

Der Nikkei beendete das Vierteljahr mit einem Minus von 18,2 Prozent - dem schlechtesten Quartalsergebnis seit Mitte 2001. In Tokio standen vor allem Standardwerte wie Toyota auf den Verkaufszetteln, die 5,2 Prozent leichter aus dem Handel ging. Honda verloren ihrerseits gut fünf Prozent.

Analysten befürchten für Japan und die USA eine Rezession. Nervös wartet der Markt auf neue Konjunkturdaten, darunter an diesem Dienstag die Tankan-Quartalsumfrage der Bank von Japan.

Die Börse in Shanghai büsste 1,87 Prozent ein. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur und Hongkong gaben nach. Vor allem schwache Vorgaben aus den USA belasteten die Kurse. Kaum verändert tendierten dagegen die Börsen in Korea und Australien.

Zentralbank pumpt Billionen ins System

Unterdessen pumpte die japanische Zentralbank am Montag 3 Billionen Yen (rund 30 Mrd. Franken) in den Geldmarkt, so viel wie noch nie an einem Tag.

Die Massnahme erfolgte vor dem Hintergrund, dass Finanzinstitute zum Ende des Geschäftsjahres ihr Barreserven aufstockten, wodurch der Tagesgeldsatz auf etwa 0,7 Prozent und damit über den von der Zentralbank angestrebten Satz von 0,5 Prozent stieg.

Am Devisenmarkt in Tokio tendierte der Dollar unterdessen zum Mittag Ortszeit leichter bei 99.94-99 Yen nach 99.99-100.02 Yen am späten Freitag. Der Euro lag im Vergleich zum Dollar fester bei 1.5794-99 Dollar nach 1.5771-74 Dollar am späten Freitag.

(sda)

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