Finanzkrise: Asiens Börsen im freien Fall

Aktualisiert

FinanzkriseAsiens Börsen im freien Fall

Dramatische Talfahrt an den asiatischen Börsen: Panikverkäufe haben zu einem der schlimmsten Abstürze aller Zeiten an der Börse in Tokio geführt. Der Nikkei-Index brach um 9 Prozent ein. In Indonesien wurde der Handel gar geschlossen.

Die indonesische Börse hat am Mittwoch nach einem Einbruch von über 10 Prozent den Handel ausgesetzt. Der Indonesian Composite Index hatte 10,38 Prozent auf 1451 Punkte verloren. Unter Druck waren die Aktien von Rohstoffkonzernen. Die Sistierung des Handels soll einem weiteren Sturz der Kurse vorbeugen und den Markt beruhigen.

Panik in Japan

Nur wenig schlimmer präsentiert sich am Mittwoch die Situation an der japanischen Börse.

Bereits eine Stunde nach Handelsbeginn lag der Index bei 9698,72 Punkten, zur Zeit liegt der Nikkei rekordverdächtige 9 Prozent im Minus. Bereits am Vortag hatte der japanische Leitindex die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten unterschritten.

Anleger stiessen aus Angst vor weiteren Folgen der Finanzkrise ihre Papiere massenweise ab. Händler begründeten den Absturz mit Verlusten an der Wall Street und der Furcht von Anlegern, die Kreditkrise könnte die gesamte US-Wirtschaft in eine tiefe Rezession ziehen.

Zentralbank springt weiter ein

Die japanische Zentralbank pumpte weitere 1,5 Billionen Yen (rund 17 Milliarden Franken) in die Finanzmärkte. Bereits an den 15 Handelstagen zuvor hatten die Zentralbanker den Märkten frisches Geld zur Verfügung gestellt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte in New York mit einem Minus von 5,1 Prozent bei 9447 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 5,7 Prozent auf 996 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 5,8 Prozent auf 1754 Stellen. (sda)

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