Börse auf Talfahrt: Asiens Börsen panisch

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Börse auf TalfahrtAsiens Börsen panisch

Die Furcht vor einer Ausdehnung der europäischen Schuldenkrise auf Ungarn hat die Aktienmärkte in Fernost in die Tiefe gerissen. Zudem schürten die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag Sorgen um die Erholung der Weltwirtschaft.

Tokios Börse im Abwärtsrausch.

Tokios Börse im Abwärtsrausch.

In Tokio rauschte der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 3,8 Prozent in den Keller auf 9520 Punkte und erlitt damit seinen grössten prozentualen Tagesverlust seit März 2009. Der breiter gefasste Topix büsste 3,5 Prozent auf 859 Zähler ein.

Die US-Arbeitsmarktzahlen hätten veranschaulicht, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft verlangsamen könnte. Hinzu kommen neue Sorgen in Bezug auf die europäische Schuldenkrise. Ungarische Regierungsvertreter hatten am Freitag die Finanzmärkte mit Aussagen geschockt, es könne in dem osteuropäischen EU-Land zu einer Krise wie in Griechenland kommen.

Die Anleger zogen Händlern zufolge ihr Geld aus riskanteren Anlagen ab. Ausserdem warten diese auf die Zusammensetzung des neuen japanischen Kabinets. Exportwerte gehörten zu den grössten Verlierern.

Chinas Börsen auf tiefstem Stand seit 13 Monaten

Chinas Börsen sind am Montag auf den tiefsten Stand seit 13 Monaten gefallen. Banken mussten Verluste hinnehmen. Die Kursverluste der Finanzinstitute folgten auf Berichte, dass Chinas Landwirtschaftsbank und die Bank of Communications wegen der mehr als 20-prozentigen Kursverluste seit Jahresanfang deutlich weniger Kapital als bisher erwartet an den Märkten aufnehmen könnten.

In Shanghai setzte der Börsengang der Agricultural Bank of China die Aktien des Finanzsektors unter Druck. China Minsheng Banking Corp ermässigten sich um 2,9 Prozent. Der Composite-Index gab um 1,6 Prozent auf 2512 Punkte nach. In Hongkong fiel der Hang Seng-Index um zwei Prozent auf 19'378 Zähler.

In Australien schloss der S&P/ASX 200-Index um 2,8 Prozent tiefer bei 4326 Punkten. Zu den grössten Verlierern gehörten die Titel der Rohstoffunternehmen. Die Investoren zeigten sich angesichts der von der Regierung geplanten Sondersteuer für den Bergbau nervös. Die Aktien des Brachenriesen BHP Billiton gaben um 3,5 Prozent nach, diejenigen des Konkurrenten Rio Tinto um drei Prozent.

(sda)

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