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#KittyleaksAssange ist jetzt nicht mehr allein

Seit vier Jahren sitzt Wikileaks-Gründer Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Jetzt hat er haarige Gesellschaft erhalten.

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Julian Assange (44) ist in der ecuadorianischen Botschaft in London nicht länger einsam: Seit kurzem wohnt beim Wikileaks-Gründer ein getigertes Katzenbaby. Das noch namenlose Büsi interessiere sich für «counter-purrveillance» (übersetzt etwa knurrende Überwachungsabwehr), schreibt Assange auf Twitter. Er richtete für die Katze EmbassyCat ein eigenes Konto ein, das in den ersten 24 Stunden über 4000 Follower verzeichnete.

Dabei war die Beziehung von Assange zu Katzen nicht immer innig – zumindest, wenn man seinem ehemaligen Wikileaks-Partner Daniel Domscheit-Berg glaubt. Im Buch «Inside Wikileaks» schreibt Domscheit-Berg, dass «der verrückte Australier» seinen einstigen Kater Herr Schmitt ständig terrorisiert habe. «Julian setzte dem Tier mit permanenten Angriffen zu. Er spreizte seine Finger wie eine Gabel und stürzte sich so auf den Hals des Katers. Es war ein Kampf. Es ging darum, wer schneller war.» Seither leide das Tier «unter einer Psychose», so der Deutsche.

Assange lebt seit 2012 isoliert in einem 20-Quadratmeter grossen Büro der ecuadorianischen Botschaft, das zu einer Ein-Zimmer-Wohnung umgebaut wurde. Der Australier will so seine Auslieferung nach Schweden vermeiden. Dort ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen sexueller Vergehen an zwei Frauen gegen ihn. Der Wikileaks-Gründer befürchtet, dass ihn die schwedischen Behörden weiter an die USA ausliefern, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats und möglicherweise die Todesstrafe droht.

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