Aktualisiert 15.12.2010 13:43

Gericht in LondonAssange muss bis Donnerstag ausharren

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, muss mindestens noch eine weitere Nacht in einem britischen Gefängnis verbringen.

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kle

Über die Anfechtung der Kautionsfestlegung werde am Donnerstag entschieden, teilte ein Sprecher des Obersten Gerichtshofs am Mittwoch in London mit.

Ein britischer Richter hatte am Dienstag angeordnet, Assange gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 200.000 Pfund (309 000 Franken) auf freien Fuss zu setzen. Die schwedische Staatsanwaltschaft legte daraufhin Berufung gegen die Entscheidung ein.

Gute Freunde und Besuch von Mama

Inzwischen kann sich der Australier auf die prominente Unterstützung freuen, die er derzeit bekommt: Hunderte Anhänger, darunter die Menschenrechtlerin Bianca Jagger und andere Prominente, jubelten vor dem Gerichtsgebäude. Auch seine Mutter Christine Assange durfte ihn am Dienstag besuchen. Sie brachte eine Frage mit, die sie einen australischen Fernsehsender zu stellen bat: War es das Ganze wert? «Sicher», lautete Assanges Anwort.

«Ich bleibe meinen Idealen treu», liess er weiter erklären. «Wenn überhaupt, dann hat dieser Prozess meine Entschlossenheit bestärkt, dass sie wahr und richtig sind. Ich rufe die Welt auf, meine Arbeit und meine Leute vor diesen illegalen und unmoralischen Angriffen zu schützen.» Assange befindet sich seit einer Woche in Haft, nachdem er sich wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden der britischen Polizei gestellt hatte.

(kle/dapd)

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