Aktualisiert 01.05.2019 19:14

Verletzung der Kautionsauflagen

Assange zu einem Jahr Gefängnis verurteilt

Ein Gericht in London hat im Fall Assange ein erstes Urteil gefällt. Wegen Verletzung seiner Kautionsauflagen muss Assange 50 Wochen ins Gefängnis.

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Die schwedische Justiz hat die Untersuchungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt.

Die schwedische Justiz hat die Untersuchungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt.

AFP/Daniel Leal-olivas
Jahrelang lebte Assange in der Botschaft Ecuadors in London.

Jahrelang lebte Assange in der Botschaft Ecuadors in London.

Getty Images/Jack Taylor
Am Donnerstag, 11. April 2019, schlug die Polizei zu.

Am Donnerstag, 11. April 2019, schlug die Polizei zu.

Rebecca Brown

Wikileaks-Gründer Julian Assange ist am Mittwoch wegen Verstosses gegen seine Kautionsauflagen zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Das Strafmass verkündete ein Gericht in London. Dem Anfang April festgenommenen 47-Jährigen wurde von der britischen Justiz vorgeworfen, mit seiner Flucht 2012 in die Botschaft Ecuadors gegen die Auflagen verstossen zu haben.

Assange war Anfang April festgenommen worden, nachdem er zuvor jahrelang in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht gefunden hatte. Noch am selben Tag hatte ihn ein britisches Gericht schuldig gesprochen, mit seiner Flucht in die Botschaft gegen die Auflagen verstossen zu haben; dafür droht ihm ein Jahr Haft.

«Lasst Assange frei»

Bei seiner Ankunft am Gerichtsgebäude im Londoner Stadtteil Southwark zeigte der 47-jährige Australier seine geballte Faust. Einige Demonstranten hielten Schilder mit der Aufschrift «Lasst Assange frei» hoch.

Assange war 2012 in die Botschaft Ecuadors in London geflohen. Zu diesem Zeitpunkt sollte er nach Schweden ausgeliefert und dort wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexuellen Gewalt vor Gericht gebracht werden.

US-Dokumente zu Afghanistan-Krieg

Assange befürchtete, dass Schweden ihn wiederum an die USA ausliefern könnte, wo ihm wegen der von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumente zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak ein Prozess droht.

Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Auslieferungsantrag könnte sich jahrelang hinziehen.

(afp)

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