Nach Zwischenfall: AstraZeneca nimmt Studie zu Corona-Impfstoff wieder auf

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Nach ZwischenfallAstraZeneca nimmt Studie zu Corona-Impfstoff wieder auf

AstraZeneca setzt die Entwicklung des Impfstoffes gegen das Coronavirus fort. Der britische Pharmariese hatte den Prozess vor vier Tagen unterbrochen, weil ein Proband erkrankt war.

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Der Pharmakonzern AstraZeneca stoppte eine klinische Studie, weil ein Proband erkrankte.

Der Pharmakonzern AstraZeneca stoppte eine klinische Studie, weil ein Proband erkrankte.

Keystone
Man wolle trotz der Eile bei der Entwicklung keine Abstriche bei der Sicherheit machen, so AstraZeneca.

Man wolle trotz der Eile bei der Entwicklung keine Abstriche bei der Sicherheit machen, so AstraZeneca.

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Nun hat AstraZeneca die Entwicklung wieder aufgenommen.

Nun hat AstraZeneca die Entwicklung wieder aufgenommen.

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Darum gehts

  • AstraZeneca hat von der Gesundheitsbehörde grünes Licht für eine Fortsetzung der Studie zum Coronavirus-Impfstoff erhalten.
  • Wie es dem erkrankten Probanden geht, wegen dem das Projekt unterbrochen worden war, ist unklar.
  • Die Forschung des britischen Pharmakonzerns gilt als aussichtsreich.

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca setzt seine nach einem medizinischen Zwischenfall unterbrochene Studie zur Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs in seiner Heimat fort. Die Gesundheitsbehörde MHRA habe grünes Licht gegeben und bestätigt, dass eine Fortsetzung sicher sei, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Weitere Details nannte AstraZeneca nicht.

Auch wurde nicht mitgeteilt, wie es dem Probanden geht, auf dessen Erkrankung die Aussetzung der Studie zurückgeht. Medienberichten zufolge leidet der Teilnehmer der Studie unter eine Entzündung des Rückenmarks, die oft durch Virusinfektionen ausgelöst wird. AstraZeneca hatte daraufhin vor einigen Tagen erklärt, ein unabhängiger Ausschuss werde klären, ob die Fortführung der Studie sicher sei.

Weltweit forschen derzeit Pharmafirmen nach einem Impfstoff gegen Covid-19, die vom Coronavirus ausgelöste Atemwegserkrankung. Das Mittel von AstraZeneca gehört dabei nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO zu den vielversprechendsten. Eine Unterbrechung aufgrund von Zwischenfällen kommt bei Studien immer wieder einmal vor.

AstraZeneca hat bereits – wie andere Pharmafirmen auch – mit den USA, Grossbritannien und der Europäischen Union Verträge über die Versorgung mit dem noch zu entwickelnden Impfstoff geschlossen. Insgesamt will das Unternehmen dabei fast drei Milliarden Einheiten an Regierungen in aller Welt liefern

(Reuters/ore)

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