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Mars- 500-Simulation«Astronauten» leben in totaler Isolation

Die sechs freiwilligen «Astronauten», welche den 520-tägigen virtuellen Flug zum Mars wagen, mussten es eine ganze Woche lang ohne jeglichen Kontakt zur Erde aushalten.

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Experimentieren, Trainieren, Singen, Relaxen: Was sechs Freiwillige währemd dem langen, simulierten Flug zum Mars so machen. <i>Quelle: YouTube</i>

Das seit dem 3. Juni 2010 laufende Experiment Mars-500 ist das bislang grösste seiner Art. Während dem gemeinsamen Unterfangen der russischen Weltraumagentur Roskosmos und der europäischen ESA sitzen sechs Freiwillige während 520 Tagen in der virtuellen Raumfähre und simulieren den Flug zum Mars, den Aufenthalt auf dem Roten Planeten und schliesslich die Heimreise zur Erde.

Kontakt wurde unterbunden

Nun haben die Männer in der in Moskau stationierten Kapsel laut NWZOnline einen weiteren, grossen Schritt hinter sich gebracht. Denn es wurde eine Woche lang jeglicher Kontakt zur Aussenwelt verunmöglicht.

Das Leben in der Marssonde

Die Teilnehmer hätten die Funkstille überbrückt, indem sie mehr gearbeitet hätten, wie die ESA mitteilte. Doch ganz einfach war der Härtetest dann offenbar doch nicht zu bestehen. Denn wie der Teilnehmer aus Italien, Diego Urbina zitiert wurde, war es für ihn eine «Erfahrung, die ich nicht wirklich empfehlen kann.»

Mars 500

Das Experiment, welches rund 15 Millionen Dollar kosten wird, soll im kommenden November abgeschlossen sein. Die sechs Freiwilligen (drei Russen, ein Italiener, ein Franzose und ein Chinese) erhalten pro Kopf rund 99 000 Dollar Lohn.

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