Aktualisiert 08.03.2004 10:05

Asylbeschwerden nahmen drastisch zu

Die Schweizerische Asylrekurskommission hat 2003 das arbeitsintensivste Jahr seit ihrem Bestehen erlebt. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr rund ein Drittel mehr Gesuche ein.

Gegenüber dem Vorjahr nahmen die Pendenzen um 20 Prozent zu, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Die 1992 geschaffene Kommission hat im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Verfahren erledigt. Die Eingänge nahmen um einen Drittel auf rund 12.800 Verfahren zu, 32 Prozent mehr Fälle wurden im Vergleich zum Vorjahr erledigt. Insgesamt waren es rund 11.400 Fälle. Pendenzen konnten wegen zahlreicher Eingänge keine abgebaut werden. Sie nahmen um 20 Prozent auf 8.350 Verfahren zu. Die Zunahme ist eine Folge der um acht Prozent angestiegenen Gesuchserledigungen beim Bundesamt für Flüchtlinge (BFF), wie es im Geschäftsbericht heisst. Rund acht Prozent der Verfahren wurden gutgeheissen. Im Vorjahr waren es noch zehn Prozent.

Mit mehr als 180 Mitarbeitenden ist die Kommission fast so gross wie zu Beginn ihrer Arbeit vor zwölf Jahren. Nun müsse mit dem Abbau der Pendenzen vorwärts gemacht werden. Es sei wichtig, dass das neue Gericht in St. Gallen seine Arbeit nicht mit einem Übermass an hängigen Verfahren aufnehmen müsse, heisst es im Bericht. (dapd)

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