Bern: Asylbewerber helfen Berner Bauern bei der Ernte
Aktualisiert

BernAsylbewerber helfen Berner Bauern bei der Ernte

Bei den Berner Bauern herrscht zurzeit Ernte-Stress. Weil Helfer aber Mangelware sind, können auf den Höfen auch Asylsuchende eingesetzt werden.

von
Nina Jecker

Die aktuelle Erntezeit bedeutet für die Berner Bauern jede Menge Arbeit. Und der grösste Stress kommt erst noch: «Bald sind die Zwetschgen und Äpfel reif und auch die Kartoffelernte steht noch bevor», sagt Fritz Romann vom Berner Bauernverband Lobag. Für viele Landwirte könnten die Erntemonate September und Oktober heuer besonders schwierig werden. «Wegen des guten Euro-Kurses und mehr Arbeit im eigenen Land kommen dieses Jahr nur wenige Helfer aus dem Osten zu uns. Für die hiesigen Bauern sind Arbeitskräfte deshalb Mangelware», so Romann.

Doch für die gestressten Landwirte gibt es Hilfe: Asylsuchende dürfen während zwei Monaten auf einem Hof Vollzeit eingesetzt werden – gegen ortsübliche Bezahlung. «Eine Win-Win-Situation für beide Seiten», findet Florian Düblin vom Migrationsdienst des Kantons Bern. «Die Asylsuchenden können sich etwas dazuverdienen, die Bauern profitieren von der Hilfskraft und die Sozialhilfe wird durch den Eigenverdienst entlastet.» Damit die Möglichkeit publik wird, habe man die Gemeinden darüber informiert. Auch ein aktueller Aufruf auf der Lobag-Homepage soll den Bauern das Angebot näherbringen.

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