Aktualisiert 10.07.2015 15:34

Kanton Solothurn

Asylbewerber ziehen in unterirdische Anlage

Ab September werden in Olten 80 Asylsuchende in einem Luftschutzkeller untergebracht – wegen Platzmangels.

von
nel
In der Reserveunterkunft Alst im Gheid bei Olten werden Asylsuchende ab September 2015 einquartiert.

In der Reserveunterkunft Alst im Gheid bei Olten werden Asylsuchende ab September 2015 einquartiert.

Der Kanton Solothurn greift wegen Platzmangels auf eine unterirdische Armeeanlage zurück, um 80 Asylsuchende unterzubringen.

Für den Einzug der Asylsuchenden muss noch einiges vorbereitet werden, die Anlage soll Anfang September bereit sein. Bis zu 80 Asylsuchenden kann für maximal ein Jahr Unterschlupf gewährt werden. Eine Neubeurteilung soll im März 2016 stattfinden. Die Asylsuchenden werden von Fachleuten betreut und tagsüber beschäftigt.

95 Prozent der Unterkünfte sind ausgelastet

Eine solche Beschäftigung könne beispielsweise aus Hausarbeiten bestehen. Doch auch ausserhalb der Anlage können die Untergebrachten in Zusammenarbeit mit der Standortgemeinde Hand anlegen. So etwa beim Beseitigen von Littering, beim Instandhalten von Wanderwegen und beim Unkrautjäten, heisst es beim Kanton.

Der Kanton Solothurn muss wöchentlich rund 30 Asylsuchende neu unterbringen. 95 Prozent der kantonalen Unterkünfte sind derzeit ausgelastet. Das ist auf die Zunahme der Zuweisung von Asylsuchenden aufgrund der internationalen Lage zurückzuführen.

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