Aktualisiert 09.08.2011 10:24

Niederteufen ARAsylbewerber zündet Gefängniszelle an

Um sich gegen die angeordnete Ausschaffung zu wehren, hat ein 21-jähriger Nigerianer seine Zelle in Brand gesteckt. Dabei erlitt er Brandwunden und musste ins Spital gebracht werden.

Ein 21-jähriger Asylbewerber aus Nigeria hat in der Nacht auf Dienstag seine Zelle im Gefängnis von Niederteufen selbst angezündet. Zu diesem Schluss gelangt die Ausserrhoder Polizei nach ersten Abklärungen. Der Nigerianer wurde beim Brand leicht verletzt.

Der Mann habe sich offensichtlich gegen die angeordnete Ausschaffung aus der Schweiz in sein Heimatland gewehrt, heisst es im Communiqué der Polizei weiter.

Polizisten verprügeln Ausschaffungshäftling

Wenige Minuten vor Mitternacht ging in der Notrufzentrale der Ausserrhoder Kantonspolizei eine automatische Brandmeldung vom Kantonalen Gefängnis in Niederteufen ein.

Häftlinge aus der Nachbarzelle blieben unverletzt

Bis die Feuerwehr eintraf, versuchten zufällig im Gefängnis anwesende Polizisten zusammen mit dem Anstaltspersonal den Brand zu löschen. Die Feuerwehr rettete den 21-jährigen Nigerianer aus der brennenden Zelle und löschte das Feuer.

Zwei Häftlinge aus der Nachbarzelle wurden unverletzt evakuiert und vorübergehend im Gefängnishof untergebracht. Der 21-jährige Asylbewerber erlitt einige Brandwunden.

Er konnte nach der ärztlichen Behandlung im Spital am Dienstagmorgen wieder ins Gefängnis nach Niederteufen gebracht werden. Die restlichen rund 50 Gefängnisinsassen wurden vom Vorfall nicht betroffen. (sda)

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