Asylgesuche: Tiefster Stand seit April 1988
Aktualisiert

Asylgesuche: Tiefster Stand seit April 1988

Die Zahl der neuen Asylgesuche ist im Januar 2005 mit 771 auf den tiefsten Stand seit April 1988 gefallen. Der rückläufige Trend setze sich fort, teilte das Bundesamt für Migration (BFM) am Dienstag mit.

Im Vollzug sei allerdings der Bestand mit 12.141 Menschen weiterhin zu hoch. Dies gelte vor allem bei Menschen ohne Papiere.

Im Berichtsmonat Januar wurden in der Schweiz 771 neue Asylgesuche eingereicht, 45 weniger als im Dezember. Die Zahl der neuen Gesuche lag damit auch deutlich unter dem Januar 2004 mit 1.608 Gesuchen.

Abgänge verzeichnete das BFM im Januar 2.929. Davon ging es bei 2.045 Personen um einen «Weggang nach Nichteintretensentscheid». Die hohe Zahl hängt damit zusammen, dass Ende 2004 die Übergangsfrist für jene Personengruppe abgelaufen war, die vor dem 1. April 2004 einen rechtkräftigen Nichteintretensentscheids erhalten hatte.

Der Personenbestand im Asylprozess betrug Ende Januar 52.684 Menschen. Das sind 11.897 Menschen oder 18,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. 12.141 Menschen befanden sich Ende Januar im Vollzugsprozess, davon 7.886 im Papierbeschaffungsprozess. Dies entspricht Abnahmen innert Monatsfrist von 14,7 beziehungsweise 16 Prozent. Im Januar wurden 1.131 Asylgesuche erstinstanzlich entschieden, 82 weniger als im Vormonat. Weiter stark gesunken ist innert Jahresfrist die Zahl der erstinstanzlichen Pendenzen. Und zwar um 42,2 Prozent auf 5.996.

Im Januar lag Serbien und Montenegro mit 90 neuen Asylgesuchen an erster Stelle, vor der Türkei mit 50 Gesuchen. Auf dem dritten Platz war Bulgarien mit 45 Gesuchen, gefolgt vom Irak (36), Somalia (34), Afghanistan (33) und Elfenbeinküste (33).

(dapd)

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