Werbung abgelehnt: Atheisten unerwünscht?

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Werbung abgelehntAtheisten unerwünscht?

Atheismus als Stein des Anstosses: In Bern, Thun und St. Gallen ist Werbung der Freidenker-Vereinigung in Trams und Bussen unerwünscht.

von
Simone Hubacher

Für ihre aktuelle schweizweite Kampagne wollten die Atheisten via APG Werbeplätze für A4-Plakate in Trams und Bussen der grös­seren Schweizer Städte buchen. «Von Bernmobil, den Verkehrsbetrieben Thun STI und aus St. Gallen haben wir aber Absagen erhalten», sagt Daniel Aellig von den Freidenkern.

Die Begründung: «Wir würden damit religiöse Gefühle verletzen», so Aellig. Die Vereinigung liess das nicht auf sich sitzen: «Das Plakat ist nicht verletzend. Uns gehts um freie Meinungsäusserung», sagt Freidenker Claude Fankhauser. Zudem seien die Busse in Bern doch mit Werbung für verschiedene Kirchen gefüllt.

Nach wochenlangem Hin und Her hat Bernmobil doch noch eingelenkt. Fankhauser: «Leider zu spät. Die Kampagnenplanung war schon abgeschlossen.» Kooperativer waren die RBS: In den orangen Zügen hängen die Plakate seit Anfang Woche.

Was meinen Sie dazu? Sollten die Plakate aufgehängt werden dürfen? Oder haben die Verkehrsbetriebe richtig gehandelt, als sie die Werbung abgelehnt haben? Schreiben Sie Ihre Meinung ins Talkback!

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