Athen: Streunende Hunde müssen weg
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Athen: Streunende Hunde müssen weg

Eine Woche vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Athen hat die griechische Regierung die Sorgen von Tierschützern über das Schicksal streunender Hunde zurückgewiesen.

Die auf der Strasse aufgelesenen Vierbeiner würden weder getötet noch grausam behandelt, betonte der stellvertretende Landwirtschaftsminister Alexandros Kontos am Donnerstagabend in Athen. Gleichwohl äusserten Tierschutzverbände Zweifel daran, dass die Hunde wie zugesagt nach 45 Tagen wieder freigelassen würden.

Den Tierschützern zufolge könnten bis zu Beginn der Spiele am kommenden Freitag bis zu 15.000 Hunde eingefangen werden, weil die Behörden sie angesichts zahlreicher internationaler Besucher nicht im Stadtbild von Athen haben wollten. Die Regierung schätzt die Zahl der streunenden Vierbeiner indessen nur auf maximal 5.000. Kontos zufolge wurden bislang 1.000 eingefangen und in Tierheimen untergebracht. Dafür habe das Landwirtschaftsministerium vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

«Wir sind uns der Brisanz dieses Themas bewusst», erklärte Kontos mit Blick auf die Vorwürfe von Tierschützern aus aller Welt. Jeder könne sich jedoch selbst davon überzeugen, dass die Hunde gut untergebracht seien und dass ihnen kein Leid zugefügt werde. Der in London ansässige Weltverband für den Tierschutz (WSPA) zeigte sich gleichwohl skeptisch über diese Aussagen. (dapd)

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