Aktualisiert 16.02.2004 17:42

Athen: Wasserversorgung kollabiert

In weiten Teilen der griechischen Hauptstadt Athen ist am Wochenende die Wasserversorgung zusammengebrochen. Die Einwohner hatten aus Angst vor zugefrorenen Hähnen das Wasser einfach laufen lassen.

Seit Montag sei das Wassernetz aber wiederhergestellt, sagte die griechische Bauministerin Vasso Papandreou vor Journalisten. In einigen Stadtvierteln gab es demnach aber am Morgen noch kein Wasser, weil die Wasserwerke den hohen Bedarf nicht decken konnten.

Nach Angaben der Behörden hatten die Athener am Samstag doppelt soviel Wasser wie gewöhnlich verbraucht, nämlich 2,1 Millionen Kubikmeter. Tonnenweise sei das Wasser verwendet worden, um den Schnee von Autos und Vortreppen zu spülen.

Millionenschäden für Landwirte

In der Landwirtschaft richtete der Wintereinbruch einen Schaden von bis zu 300 Millionen Euro (rund 470 Millionen Franken) an, wie Wirtschaftsminister Nicos Christodoulakis nach ersten Schätzungen sagte.

Die Regierung wolle den Schaden nun genauer feststellen und in den kommenden Wochen Entschädigungen in Höhe von 50 Prozent bezahlen. Nach Angaben der Landwirtschaftsgewerkschaft Paseges waren vor allem der Obst-, Gemüse- und Getreideanbau betroffen.

In Griechenland hatte es Ende vergangener Woche einen heftigen Wintereinbruch gegeben - starker Schneefall und eisiger Sturm hatten im Süden und im Landesinneren für Chaos gesorgt. Hunderte Ortschaften waren von der Aussenwelt abgeschnitten.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.