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Athlet brach sich Bein – aber die Sanitäter fanden ihn nicht

Horror-Trip während des Gigathlons: Athlet Andi Pfaff brach sich am Dienstag ein Bein und wartete vergeblich auf Hilfe.

Es geschah am Dienstag, dem dritten Tag des Sportanlasses. Wegen eines Erd-rutsches im bündnerischen Landwassertal hatte das Organisations-Komitee die Mountainbike-Route ändern müssen. Gemäss Pfaff gings dann auf einem «halsbrecherischen Weg» weiter.

Für den 42-Jährigen hatte dies Folgen: Er verlor das Gleichgewicht, stürzte in ein Tobel und brach sich das linke Bein. Weil die alarmierten Rettungskräfte auch nach längerer Zeit nicht auftauchten, half sich Pfaff selbst und humpelte davon. Nach zwei Stunden erreichte er an einem Waldrand einen Sanitätswagen. Pfaff: «Ich hatte höllische Schmerzen und kann einfach nicht verstehen, dass ich trotz mehrfacher exakter Angabe meines Standortes nicht gefunden wurde.»

Claudia Imhasly, die Sprecherin des Gigathlons, bedauert den Vorfall, gibt aber zu bedenken: «An diesem Anlass nehmen über 6400 Athleten teil und das Gelände ist zum Teil unwegsam. Dass Herr Pfaff nicht gefunden worden ist, war einfach Pech.»

Eine Antwort, die den Verunglückten aber alles andere als zufrieden stellt: «Der Gedanke, dass ich mit inneren Blutungen in diesen zwei Stunden hätte verbluten können, macht mir Angst. Auch für die Teilnehmer, die weiterhin bei widrigstem Wetter unterwegs sind.»

(fis)

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