Stehaufmännchen: Atlas-Roboter erschreckt mit seiner Menschlichkeit
Aktualisiert

StehaufmännchenAtlas-Roboter erschreckt mit seiner Menschlichkeit

Einen solchen Roboter hat die Welt noch nie gesehen: Den zweibeinigen «Atlas» bringt nichts aus der Ruhe. Nicht einmal Schläge mit dem Hockeyschläger.

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Bei der Darpa-Robotics-Challenge 2015 musste sich die erste Version des Roboters «Atlas» von Boston Dynamics noch einem Konkurrenten aus Korea geschlagen geben.

Heute macht ihm so schnell keiner mehr etwas vor. Denn der Humanoide hat sich seit seinem ersten öffentlichen Auftritt (siehe Video unten) nicht nur optisch verändert, sondern wurde auch technisch weiterentwickelt: Sensoren in Beinen und Oberkörper lassen ihn das Gleichgewicht halten. Seine Gliedmassen bewegt er mithilfe hydraulischer Muskeln. Dank Stereo-Kameras in seinem Kopf findet er sich zurecht. Und auf externe Kabelverbindungen verzichtet er gänzlich.

Unbeirrtes Stehaufmännchen

Das Aufrüsten scheint sich gelohnt zu haben, wie der gerade von der Herstellerfirma veröffentlichte Clip (siehe Video oben) eindrucksvoll beweist. Denn «Atlas» lässt sich durch wirklich nichts umhauen. Fast schon stoisch führt er seine Aufgaben aus: Selbstständig stapft er durch einen verschneiten Wald, manövriert Kisten umher und öffnet Türen. Selbst als er hinterrücks von einem Boston-Dynamics-Mitarbeiter angegriffen wird, macht ihm das nicht viel aus: Unbeeindruckt erhebt er sich und setzt fort, wobei er unterbrochen wurde.

Ob, wie und in welchen Momenten der humanoide Roboter von Menschen gesteuert wird, ist nicht bekannt. Darüber schweigt sich die Firma, die wie Google Teil der Alphabet-Holding ist, (noch) aus.

Atlas 2013

Im Jahr 2013 sah «Atlas» noch ganz anders aus. (Video: Youtube/DARPAtv)

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