Machtwort der Uefa: Atlético-Goalie darf gegen Chelsea spielen
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Machtwort der UefaAtlético-Goalie darf gegen Chelsea spielen

Thibaut Courtois kann aufatmen. Atlético Madrid darf seinen Goalie im Halbfinal der Champions League einsetzen. Die Uefa hat ein Machtwort gesprochen.

von
sco

Atlético Madrid gegen Chelsea. Ausgerechnet Chelsea!, mag sich Thibaut Courtois gedacht haben, als er am Freitagmittag die Auslosung der CL-Halbfinals verfolgte. Der belgische Schlussmann spielt seit drei Jahren für Atlético Madrid, ist aber vom FC Chelsea ausgeliehen.

Der «Daily Telegraph» hatte enthüllt, dass Courtois' Vertrag eine Klausel enthalte, wonach er in einem allfälligen Duell gegen Chelsea nicht spielen dürfe. Sollte er doch auflaufen, müsste Atlético rund 3 Millionen Euro an Chelsea überweisen. Geld, das die Spanier nicht haben, wie deren Präsident Enrique Cerezo sofort klarstellte.

Einer der weltbesten Goalies

Der Verzicht auf den belgischen Internationalen wäre für Courtois ein persönliches Drama gewesen und für Atlético ein sportliches Problem. Trotz seiner erst 21 Jahre gilt der Belgier als einer der weltbesten Goalies. Doch nun hat sich der europäische Fussballverband Uefa ins Tauziehen eingeschaltet. Atlético darf seinen Goalie gegen Chelsea einsetzen, und zwar ohne Kompensationszahlung. «Die Integrität des sportlichen Wettbewerbs ist ein fundamentales Prinzip der Uefa. Laut unseren Regularien ist es jedem Verein verboten, auf Spieler einer gegnerischen Mannschaft Einfluss zu nehmen oder auch nur zu versuchen, Einfluss zu nehmen», so der Wortlaut der Pressemitteilung, die die Uefa kurz vor der Auslosung versandte.

«Null und nichtig und auch nicht einklagbar»

Atlético Madrid und Chelsea hatten 2012 den europäischen Supercup ausgetragen. Atlético, als Sieger der Europa League, bezwang CL-Sieger Chelsea damals 4:1. Courtois spielte eine starke Partie. Gut möglich, dass diese Niederlage den FC Chelsea dazu ermutigte, den ziemlich peinlichen Passus in den Leihvertrag einzufügen. Zudem ist es im englischen Fussball üblich, dass ausgeliehene Spieler nicht gegen ihren Stammklub spielen. Die Uefa toleriert das nicht, wie sie in ihrem Machtwort klarstellte. Der Passus sei «null und nichtig ist und auch nicht einklagbar».

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