Atom-Inspektoren erstmals wieder in Nordkorea
Aktualisiert

Atom-Inspektoren erstmals wieder in Nordkorea

Erstmals seit mehr als vier Jahren ist am Dienstag eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde in Nordkorea eingetroffen.

Das meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Inspektoren sollen in Zusammenarbeit mit den nordkoreanischen Behörden den Prozess zur Schliessung des Atomreaktors von Yongbyon einleiten. Nach der Ankunft in Pjöngjang äusserte sich der Delegationsleiter und IAEA-Vizedirektor Olli Heinonen optimistisch zu den bevorstehenden Gesprächen.

«Wir werden über die Vorkehrungen für die Bestätigung der Schliessung und Versiegelung der Yongbyon-Einrichtung sprechen», sagte Heinonen nach Angaben der Agentur Xinhua. Bereits vor seinem Abflug von Peking nach Pjöngjang hatte Heinonen die Erwartung geäussert, dass Nordkorea sich an seine Zusagen halten werde.

Nach Beilegung des Streits über nordkoreanische Guthaben, die auf Veranlassung der USA monatelang in Macao festgehalten worden waren, hatte die kommunistische Führung in Pjöngjang am Montag angekündigt, dass sie die Atomvereinbarung vom 13. Februar umsetzen wolle. Dazu gehört die Abschaltung des Atomreaktors Yongbyon.

Nordkorea hatte die IAEA-Inspektoren im Dezember 2002 ausgewiesen, sich kurz darauf vom Atomsperrvertrag zurückgezogen und die Atomanlage in Yongbyon wieder in Betrieb genommen. Im Gegenzug für die jetzige Schliessung winken dem verarmten Staat Wirtschafts- und Energiehilfen sowie bessere Beziehungen zu den USA. (sda)

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