14-Mal mehr als erlaubt: Atomenergiebehörde IAEA «besorgt» über hohe Menge an Atommaterial im Iran
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14-Mal mehr als erlaubtAtomenergiebehörde IAEA «besorgt» über hohe Menge an Atommaterial im Iran

Der Iran soll an einem nicht deklarierten Ort Atommaterial in grossen Mengen lagern, ohne dies der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gemeldet zu haben. Damit verstösst das Land gegen das Atomabkommen von 2015.

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Der Iran lagert, nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die 14-fache erlaubte Menge an Atommaterial. (Hier im Bild der iranische Präsident Hassan Ruhani.)

Der Iran lagert, nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die 14-fache erlaubte Menge an Atommaterial. (Hier im Bild der iranische Präsident Hassan Ruhani.)

Iranian Presidency/dpa
Bei der IAEA ist man besorgt über die Lagerung der grossen Menge von Atommaterial an einem unbekannten Ort. (Hier im Bild Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde.)

Bei der IAEA ist man besorgt über die Lagerung der grossen Menge von Atommaterial an einem unbekannten Ort. (Hier im Bild Rafael Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde.)

Dean Calma/IAEA Imagebank/dpa

Darum gehts

  • Der Iran lagert an einem unbekannten Ort Atommaterial.

  • Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist über die illegale Lagerung besorgt.

  • Demnach entspreche das gelagerte Material der 14-fachen erlaubten Menge.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat sich «zutiefst besorgt» über mögliches Atommaterial an einem nicht deklarierten Standort im Iran gezeigt. Die Behörde mit Sitz in Wien sorge sich, dass das Material nicht gemeldet worden sei, hiess es in einem Bericht am Dienstag, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Zudem verfüge Teheran nun über mehr als das 14-fache der Menge an schwach angereichertem Uran, die nach dem Atomabkommen von 2015 erlaubt ist.

Demnach besitzt der Iran mit Stand vom 16. Februar knapp 3000 Kilo angereichertes Uran. Laut dem Abkommen dürfte das Land nicht mehr als etwa 200 Kilo des zur Herstellung von Atomwaffen benötigten Materials haben.

Teheran will IAEA Zugang zu Anlagen beschränken

Die neuen Informationen wurden an dem Tag öffentlich, als die Islamische Republik wie angekündigt den Zugang der IAEA zu einigen Anlagen im Land einschränkte. Eine von Teheran gesetzte Frist zur Aufhebung von US-Sanktionen war kurz zuvor ausgelaufen.

Deutschland, Grossbritannien und Frankreich verurteilten die Einschränkung der Kontrollen. Es sei «zutiefst» bedauerlich, dass Teheran «mit dem heutigen Tag begonnen hat, das Zusatzprotokoll und die Transparenzmassnahmen im Rahmen der Wiener Nuklearvereinbarung (JCPoA) auszusetzen», hiess es in einer am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Aussenminister der drei Länder.

Das Atomabkommen von 2015 soll den Iran am Bau von Atomwaffen hindern. Der frühere US-Präsident Donald Trump kündigte die Vereinbarung jedoch 2018 auf und liess neue Sanktionen gegen den Iran verhängen, unter denen die Wirtschaft des Landes massiv leidet. Teheran hat sich seither schrittweise von seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen zurückgezogen.

(AFP)

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