Atomstreit: El Baradei in Teheran optimistisch
Aktualisiert

Atomstreit: El Baradei in Teheran optimistisch

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed El Baradei, sieht ungeachtet der jüngsten Eskalation gute Chancen auf eine politische Lösung des Iran-Konfliktes.

«Die Zeit für eine politische Lösung ist gut und der Weg sind Verhandlungen», sagte er am späten Mittwochabend bei seiner Ankunft in Teheran. Dort will er in den kommenden Tagen mit Regierungsvertretern zusammentreffen, um über das umstrittene Atomprogramm des Landes zu beraten.

«Ich hoffe, der Iran erfüllt die Forderungen der Staatengemeinschaft», sagte El Baradei. Zweck seiner Reise sei es, die verbliebene Unklarheiten der Atomaktivitäten des Irans auszuräumen. Er äusserte die Hoffnung, Teheran zu vertrauensbildenden Massnahmen - insbesondere die Aussetzung der Urananreicherung - bewegen zu können.

Nur Stunden zuvor hatte die iranische Regierung angekündigt, die gerade begonnene Urananreicherung noch erheblich auszuweiten. Dabei sollen nach Angaben des stellvertretenden Leiters der Atombehörde, Mohammad Saidi, bis zu 54 000 Zentrifugen zum Einsatz kommen. Erst am Dienstag hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärt, das Land habe erstmals Uran angereichert und sei «dem Club der Atomstaaten beigetreten». Die Bundesregierung, die USA und andere westliche Staaten bezeichneten die Entwicklung als Schritt in die falsche Richtung. (dapd)

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