Atomstreit: Iran gibt sich kompromisslos
Aktualisiert

Atomstreit: Iran gibt sich kompromisslos

Der Iran lehnt im Atomstreit nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad jeden Kompromiss ab. Die diplomatischen Bemühungen Europas bezeichnete der iranische Präsident als Einschüchterungsversuche.

«Der Iran wird sich dem politischen Druck nicht beugen, sagte Ahmadinedschad am Mittwoch. Iran werde keinen Kompromiss eingehen und sich nicht von seinem Weg abbringen lassen, sagte er weiter in einer direkt vom Fernsehsender Chabar übertragenen Rede in Lorestan im Westen des Landes.

«Unsere Feinde sind bislang stark gewesen, weil wir schwach waren, aber die iranische Nation sollte wissen, dass der Westen unseren Forderung nachgeben wird, sofern wir standhaft und entschlossen sind.»

Einschüchterungsversuche kritisiert

Die «Feinde des Iran» versuchten nun mit durch Reise-Diplomatie in der Region Zwietracht unter Irans Nachbarn zu säen und Solidarpakte zu schmieden, um Teheran einzuschüchtern.

«Aber wir haben unsere Entscheidung bereits gefällt, und sie (der Westen) muss sich letztlich dem einstimmigen Beschluss der iranischen Nation beugen», sagte er vor Tausenden von Anhängern, die Slogans skandierten wie «Atomenergie ist das unbestreitbare Recht des Iran.»

Er nannte die Sitzung des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA am Mittwoch (heute) in Wien einen «wichtigen Test», um zu sehen, ob der Westen und die internationalen Gremien wirklich an Gerechtigkeit glaubten und dies auch ohne Diskriminierung und eine Politisierung umsetzen würden.

Der Gouverneursrat befasst sich mit dem Bericht ihres Generalsekretärs Mohammed el Baradei zum iranischen Atomprogramm.

«Falls unser Atomprogramm akzeptiert wird, werden wir alle Länder einladen, daran teilnehmen, falls nicht, gehen wir unseren Weg alleine», fügte Ahmadindschad hinzu. (sda)

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