Aktualisiert 04.02.2004 07:23

Atomstreit: Nordkorea will Geld

Erster Schritt zur Beilegung des Streits um das nordkoreanische Atomprogramm muss nach Ansicht Nordkoreas eine Entschädigung seitens der USA für die Einstellung des Atomprogramms sein.

Dies machte Medienberichten zufolge der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Ryon Song am Mittwoch bei Gesprächen in Seoul deutlich. Worauf es ankomme, seien gleichzeitige Massnahmen beider Seiten, sagte Kim. Die USA fordern, dass Nordkorea als ersten Schritt sein Atomprogramm einstellt.

Die innerkoreanischen Gespräche dienten auch der Vorbereitung der nächsten Runde von Sechs-Staaten-Gesprächen über das Atomprogramm Nordkoreas Ende Februar in Peking. Beteiligt sind neben Gastgeber China und Nordkorea noch Südkorea, die USA, Russland und Japan. Eine erste dreitägige Runde im vergangenen August hatte kaum Ergebnisse gebracht.

Der Atomstreit eskalierte, nachdem die USA im Oktober 2002 berichtet hatten, Nordkorea verfolge ein Atomprogramm, das einem bilateralen Abkommen aus dem Jahre 1994 widerspreche. Die Regierung in Pjöngjang erklärte danach, es benötige Atomwaffen zur Abschreckung gegen einen möglichen Angriff der USA. Nordkorea deutete allerdings die Bereitschaft zu einem Verzicht auf das Atomwaffenprogramm an, falls die USA ihre Sanktionen gegen den kommunistischen Staat aufheben. (dapd)

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